Mon, 2010-04-26, 15:37
by Timm
Peter Schaar hat recht. Googles flächendeckende WLAN-Erfassung “weil wir je eh rumfahren” mag vielleicht nicht ausdrücklich illegal sein. Dennoch zeigt das Verhalten von Google – und darüber hinaus auch derjenigen, die das Ganze verteidigen schon eine bedenkliche Geisteshaltung.
Google: Wenn ihr schon in der Gegend rumfahrt und dabei den Standort aller WLAN-Netze aufzeichnet, meint ihr nicht, dass man das vielleicht vorher hätte ankündigen können? Vielleicht mit einer kurzen Erklärung, wieso und weshalb? In solchen Fällen ist Geheimhaltung der grundsätzlich falsche Ansatz. Was habt ihr euch gedacht? Dass es keiner merkt und falls doch, dass es keinen interessiert?
Und jetzt wo es doch rauskommt, einfach zu sagen, dass das “die anderen” das auch schon machen und überhaupt das ja gar nicht verboten ist, schafft auch nicht unbedingt Vertrauen.
Grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, die Signale “meiner” Funknetze anderen zur “Selbst-Ortung” zur Verfügung zu stellen. Solange ich weiß, dass ich es tue und ich mir vor allem sicher sein kann, dass die Informationen wirklich nur dazu genutzt werden.
Momentan weiß ich diese Informationen bei Google nicht in guten Händen. Warum nur?
Fri, 2010-04-16, 20:35
by Timm
Ich muss sagen: So ganz ohne Flugzeuge muss man einen großen Flughafen auch mal gesehen haben. Ist ein interessanter Anblick.
Sun, 2010-04-11, 13:48
by Timm
Generell behaupte ich ja, dass wir alle mit viel weniger sinnlosem Papier zugeschi**en würden, wenn es nicht die einfache Möglichkeit zum automatischen Ausdrucken von Millionen Blatt Bestätigungen, Auszügen usw. gäbe. Wer hat das noch mal erfunden?
Ja, nachdem ich 3 Stunden lang den Posteingang der letzten Wochen sortiert und Steuererklärung gemacht hab, stelle ich mir eigentlich nur noch eine Frage: “Warum?” Und 42 ist keine zufriedenstellende Antwort…
PS: Auf fast allen Bescheinigungen steht was im Sinne von “Diese Informationen wurden gemäß $Gesetz automatisch übermittelt”. Ich muss den ganzen Kram aber trotzdem noch mal abtippen. Und ausdrucken. Und unterschreiben. Und mit mir geschätzte 40 Millionen anderer Leute. Geil-o.
Sun, 2010-04-04, 21:21
by Timm
Welcher Mann träumt nicht davon? Die Freundin/Frau sagt was im Sinne von “wir haben Betrag X guck doch mal, ob du ne schöne Heimkino-Anlage zusammenstellen kannst.”
Tja, mir ist das eben passiert. Leider wandelt sich der Traum für den technikverliebten, perfektionistischen IT-Nerd schnell in einen Albtraum… Insbesondere da selber bauen ja weder bei Fernseher, noch bei Surround-Anlage oder Wohnzimmer-PC eine echte Alternative sind…
Da fängts schon beim TV an (das absehbare Ableben unseres Röhrengeräts gab den Anstoß) – wie groß sollte so was denn sein? ~100cm Diagonale scheint mir vernünftig, aber das grenzt die Auswahl ja auch nicht sonderlich ein. Da gibts immer noch von jedem Hersteller mindestens 3…
Immerhin steht schon mal fest, dass ein Wohnzimmer-geeigneter PC her muss. Mit dem ganzen DVD-Player-kram bin ich bis jetzt so oft auf die Nase gefallen… außerdem schreibt es der unbedingte Wille zu Modularität und Flexibilität ja sowieso vor. Die Eee-Boxen von Asus sehen wirklich schick aus, obwohl ich mich da auch noch nicht zwischen dem Modell mit integriertem DVD und dem ohne entscheiden kann.
Jaja, die Qual der Wahl. In jedem Fall werde ich die nächsten Tage Beschäftigung haben
Tue, 2010-03-23, 11:28
by Timm
Ich bin zwar schon öfters mal an Apple-Läden (bzw. Resellern) vorbei gekommen, aber am Wochenende hatte ich das erste mal ein bisschen Zeit, um mir das Geschäft mal näher anzuschauen – normalerweise begegne ich Apple bzw. Apple-Produkten ja mit einer gesunden Ignoranz, aber die Läden sind – faszinierend.
Für Leute, dies nicht kennen: Man muss sich das ungefähr so vorstellen, dass da zwei große Ikea-Tische (so sehen sie zumindest aus – Ich tippe auf “Lack – weiß”) in einem großen Raum stehen, auf denen gefühlte 5 Apple-Produkte als Anschauungsobjekte verteilt sind. Also ein iMac, ein MacBook, ein iPhone usw. jeweils in Minimalausstattung. Und das wars an Ladenausstattung eigentlich schon. Weder konnte ich eine Kasse entdecken, noch original verpackte Produkte, von Zubehör ganz zu sprechen. Dafür gibt es aber zu praktisch zu jedem “Exponat” einen Mitarbeiter in Jeans und Poloshirt sowie jede Menge Kunden (Typ Media Markt), die Haufenweise anstehen, um mal auf einem iPhone rumdrücken zu können oder um sich von einem solchen Poloträger MacOS erklären zu lassen.
Nach dem Erlebnis stellte sich mir eine große Frage: Kann man in diesen Läden etwas kaufen? Der Eindruck drängte sich mir nicht unbedingt auf und ich habe in der ganzen Zeit auch nicht einen Kunden den Laden mit irgendeinem Apple-Produkt verlassen sehen.
Aber wahrscheinlich habe ich auch einfach eine falsche Vorstellung – und es handelt sich gar nicht um ein Geschäft, sondern um eine Galerie. Oder einen Tempel?
Mon, 2010-03-08, 13:19
by Timm
Ich hatte ja im Dezember ein unerwünschtes Rendez-vous mit einer Leitplanke. Nun, diese Woche kam die Rechnung.
Kurzes Realitätsupdate für alle Leute, die meinen, gesunden Menschenverstand zu haben: Die paar Meter Leitplanke kosten so viel wie die Reparatur des Autos. Wirklich.
PS: Rechnen die eigentlich den Schrottwert der alten Leitplanke in die Preise mit rein? Der Materialwert dürfte ja unter der Delle nicht wirklich gelitten haben.
PPS: Bei dem Preis pro Meter hätten sie ruhig auch nen Überweisungsvordruck mit dazu legen können…
Tue, 2010-03-02, 21:35
by Timm
Heute hat das Bundesverfassungsgericht das lange ersehnte Urteil zur Vorratsdatenspeicherung gefällt. Und, was soll man sagen? So wirklich überschwänglich fallen die Reaktionen nicht aus.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass da irgendwie mit “mehr” gerechnet wurde. Warum? Ich hatte von Anfang an nicht erwartet, dass das Gericht die VDS für alle Zeiten grundsätzlich verbieten wird – so was wie das heutige Urteil hatte sich in den vorhergehenden Eilentscheidungen ja auch schon angedeutet.
Zunächst mal: Das Gericht hat ziemlich klar gemacht, dass die aktuellen Gesetze zur VDS eindeutig und offensichtlich gegen die Verfassung verstoßen. Das ist schon – um im Bild zu bleiben – keine schallende Ohrfeige mehr für die Herren in Berlin. Sondern ein kräftiger Arschtritt.
Das voran gestellt: Warum haben die höchsten Richter das Datensammeln auf Vorrat dann nicht gleich komplett verboten? Der Verdacht liegt natürlich nahe, dass das Verfassungsgericht hier auf eine Europäische Lösung – im Sinne der Abschaffung – hofft und deshalb nicht schon vor der europäischen Diskussion im wichtigsten Mitgliedsstaat die Entscheidung vorweg nehmen wollte.
Aber ich denke, dass ist nicht der einzige Grund.
So schwer es fällt, das einzugestehen, aber die Richter haben versucht, einen echten Ausgleich zwischen den Freiheitsrechten der Bürger und dem Interesse “des Staates” (sprich derselben Bürger) an Sicherheit zu finden. Genau so wie ihn der Geist des Grundgesetzes anstrebt.
Sicherheit für die Bürger zu gewährleisten gehört nun mal zu den Pflichten des Staates, und im “Internet” ist der Staat da nun mal schwer in der Bredoullie. Klar ist das Internet kein “rechtsfreier Raum”, aber für echte Sicherheit muss die “Staatsmacht” auch Möglichkeiten zur effektiven Durchsetzung der rechtlichen Vorgaben haben. Genauso wie sie ein berechtigtes Interesse daran hat, neue technische Möglichkeiten zu nutzen.
Mit diesem Anspruch im Hinterkopf kann man die Vorratsdatenspeicherung tatsächlich als ein geeignetes Mittel sehen. In keinster Weise verhältnismäßig, aber mangels (technischer) Alternativen die einzige Möglichkeit, die heutigen gesetzlichen Rahmenbedingungen wirklich mit den neuen Kommunikationsmitteln unter einen Hut zu bekommen.
Wenn man es aus dem Blickwinkel sieht, kann ich dem Urteil schon einiges abgewinnen. Eine Umsetzung der Vorgaben des Gerichts würde zumindest für deutlich mehr Rechtssicherheit und Transparenz sorgen, was auch für uns Nutzer ein Vorteil sein kann.
Ich bin also nicht maßlos enttäuscht, wenngleich ein weiter gehendes Urteil mich natürlich auch gefreut hätte. Aber zu den gegebenen Bedingungen ist das Ergebnis an sich auch kein so schlechter Kompromiss. Und ich bin guter Hoffnung, dass man auf europäischer/internationaler Ebene eine bessere Lösung finden wird, welche die Interessen “Freiheit” und “Sicherheit” besser zusammenbringt. Hiezu ist das Urteil auf jeden Fall mal ein guter Anfang.
Sat, 2010-02-27, 16:35
by Timm
Der Bundestag will jetzt die EU bitten, Notebooknetzteile bzw. deren Anschlüsse zu vereinheitlichen.
Hmmm, hätte man das nicht auch in einem Zuge mit der Handy-Richtlinie machen können? Wäre ja irgendwie nahe liegend gewesen. Grundsätzlich aber schon mal eine gute Idee, wobei ich in letzter Zeit die Beobachtung gemacht habe, dass die allermeisten Notebooks das heute schon – auch Hersteller übergreifend – können.
Zumindest ließ sich alles, was in letzter Zeit an tragbarem Computer auf meinem Schreibtisch stand mit dem gleichen 12V-Netzteil laden und betreiben. Und was ich sonst so gesehen habe hatte zumindest äußerlich den gleichen Anschluss. Okay, von einer Ausnahme (Apple) mal abgesehen…
Mon, 2010-02-15, 20:55
by Timm
Wer hat eigentlich jemals behauptet, Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz eines Systems hätten etwas mit Echtzeit-Schatten und flüssigen Animationen zu tun? Wenn ich die Diskussionen der letzten Wochen mal Revue passieren lasse, scheinen schicke Farbverläufe und vielfarbige Buttons tatsächlich so Sachen wie durchgängiges Design, klare Benutzerführung und Standardkonformität als Designziel verdrängt zu haben.
Cool, das machts einfacher für den Entwickler. Für Eye-Candy gibts fertige Bibliotheken. Bei dem anderen Kram musste man sich immer so viel Gedanken machen…
Sat, 2010-02-13, 21:22
by Timm
Selbst wenn man meint, etwas von der Politik geschenkt zu bekommen – am Ende legt man immer drauf.
In diesem Sinne – Helau! (Oder wie man bei uns sagt: Somborn – Klopp! Klopp!)
Sat, 2010-01-30, 20:25
by Timm
Freigericht, 0°C, 15cm Neuschnee.
Kein Winterdienst (scheint abgeschafft worden zu sein), Straßen als Schlittschuhflächen bestens geeignet.


Wir machen uns jetzt was zu Essen und dann bei einem heißen Apfelwein einen schönen Abend vor der Glotze. Schön, wenn man gar nicht die Motivation hat, irgendwas zu unternehmen
Sat, 2010-01-30, 17:29
by Timm
Mir ist in letzte Zeit extrem das schlechte Sprachliche Niveau vieler Texte aufgefallen – auch und gerade in geschäftlicher Korrespondenz. Rechtschreibung ist dank Autokorrektur ja meistens nicht mehr das große Thema – aber im Bezug auf Grammatik, Syntax und Semantik habe ich in den letzten Wochen einiges Schlimmes gesehen.
Das schlimmste daran: Die “Texte” werden normalerweise von intelligenten Leuten verfasst. Zumeist mit Diplom oder zumindest Abitur. Ist es denn nicht peinlich, wenn die Empfänger z.B. einer eMail zurückrufen und nachfragen, weil sie den Text sprachlich nicht verstehen konnten? Weil wichtige Wörter einfach fehlen oder Nebensätze nicht richtig platziert sind? Also mir schon.
Von so Selbstverständlichkeiten wie Fußnoten (bei Abkürzungen oder Fachbegriffen) oder auch Bildunterschriften will ich gar nicht mal anfangen.
Habt ihr so was auch manchmal, dass ihr ein Dokument, einen Brief oder eine Präsentation bekommt und erstmal mit dem Drang nach dem Rotstift kämpfen müsst? Oder bin ich da einfach nur überempfindlich?
Tue, 2010-01-26, 10:27
by Timm
Ich amüsiere mich gerade köstlich über Windows Server (2003 in dem Fall). “Ich bin jetzt ein Domain Controller!” Suuuper. Und wenn er immer brav sein Gemüse ist, wird er dann ein großer, starker Fileserver?
Auch nicht schlecht: Start->Herunterfahren … “Warum?”
Mon, 2010-01-25, 23:28
by Timm
Oracle wird Sun übernehmen – so viel steht mittlerweile fest.
Das ganze wird die Branche ein bisschen durcheinander schütteln, aber in den letzten Wochen war die Diskussion trotzdem von nur einem Thema beherrscht: MySQL
Desaster!
Es ist schon schwer genug, dem FUD der anderen kommerziellen Hersteller etwas entgegenzusetzen (insbesondere in Unternehmen mit … konservativen Einstellungen gegenüber “kostenloser” Software). Da braucht man nicht unbedingt eine Menge Lichtgestalten aus dem FLOSS-Umfeld, die feste mitmachen.
Vielleicht ist es ja gar nicht Oracles Ziel, MySQL bei nächster Gelegenheit los zu werden. Mal ganz abgesehen davon, dass das eh so einfach nicht geht. GPL und so.
Vielleicht hat Oracle ja wirklich Unternehmerische, Strategische Ziele für das Produkt “MySQL”. So was solls geben.
Klar, die Idee dass Oracle hier bequem die kostenlose Konkurrenz loswerden will liegt nahe – aber es gibt auch gute Argumente, die dagegen sprechen. Was wirklich passiert, wird nur die Zeit zeigen können.
Was aber in jedem Fall kontraproduktiv ist: Das schlimmst mögliche Szenario als das wahrscheinliche darzustellen und kräftig die Angst davor zu schüren. Das tut die Konkurrenz (IBM, Microsoft) schon zur Genüge. Wenn auch noch die eigenen Leute mitmachen muss der Verantwortungsvolle CIO ja nach Alternativen suchen und möglichst schnell das -vermeintlich- sinkende Schiff verlassen.
Wenn man MySQL unterstützen will, wäre positive Kommunikation eindeutig angebrachter. Manchmal soll das herausstellen der Qualitäten eines Produkts sowie die eigene Unterstützung (“MySQL ist super und ich werde es in jedem Fall weiter nutzen und unterstützen!”) bessere Effekte zeigen, als stellt-euch-mal-vor-wenns-das-nicht-mehr-gäbe-Schwarzmalerei. Je größer und selbstsicherer die MySQL-Userbasis ist, desto lohnender ist es für Oracle, hier zu investieren. Verängstigte, unsichere Kunden sind leichte Beute für die Konkurrenz. Auch wenn sie aus demselben Unternehmen kommt.
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