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Mon, 2008-11-10, 19:50

Au Backe

by Timm

Aktuell aktiv:
- Mass Effect
- Spore
- CoD 4 (2ter Durchgang)

In der Warteschlange:
- Crysis Warhead
- Far Cry 2
- CnC: Red Alert 3

Noch nicht beschafft, aber fest eingeplant:
- Multivinia
- Call of Duty: World at War

Und das ist nur, was mir gerade so einfällt - da kommt bestimmt auch noch mehr dazu… Und das alles in den verbleibenden 7 Wochen 2008.
Vielleicht sollte ich mir auch so nen Plan machen.

Wed, 2008-10-29, 21:42

Ähhhm… nein.

by Timm

Wieso lese ich eigentlich noch SpOn?

In letzter Zeit habe ich eigentlich wenig Probleme mit zu niedrigem Blutdruck - also kanns die Gesundheit schon mal nicht sein. Vielleicht die Contentgefilterte Alternativlosigkeit im Büro? Das wirds sein.

Aber wenn ich so Artikel lese… Mit Viren, Malware und Spam wird Geld gemacht. Zu Lasten der armen, Ahnungslosen Opfer. Und die werden in diesem pöhsen Internetz einfach so infiziert. Wow. Ich bin schockiert. Virenscanner und Software-Firewalls kommen nicht hinterher und sind nervig? Das ist ja mal was neues.
Und die Schlussfolgerung: die armen, armen User sollen von der Industrie vor ihrer eigenen faulheit geschützt werden, indem man ihnen (am besten Webgestützt) Internet- und Briefeschreib-Konsolen vorbaut. Weil: was anderes brauchen die Leute ja nicht.
Wer keine Kontrolle über seine Technik hat, kann sie auch nicht selbst unsicher machen. Weil große Anbieter ja nie Sicherheitsprobleme haben.

Ein klassicher IT-ist-ja-so-schlimm-heulflenn-Artikel, wie man sie eigentlich nicht braucht. Wert = 0. Ich lese so was einfach nicht gern. Es ärgert mich.

Fri, 2008-10-03, 17:54

FAX

by Timm

Die Krone der modernen Telekommunikation. Denn damit ist es möglich, in sekundenschnelle verbindliche (schon seit mitte der 90er!) Willenserklärungen - wie z.B. Hotelbuchungen - zu verschicken.

Wunder der Technik. Ich drücke hier auf einen Knopf (oder auch woanders, weil ich selbst keines dieser genialen Geräte mein Eigen nenne) und auf der anderen Seite kommt nach nur 30-Sekunden gespannten Wartens eine exakte Kopie meines Zettels an. Wow!

Und wenn mir jetzt noch jemand eine gute (== funktionierende) FAX-over-IP-Lösung ans Herz legen kann, bin auch ich endlich bereit für das 21. Jahrhundert!

Fri, 2008-09-19, 21:01

Warum große Projekte gegen die Wand fahren

by Timm

The show must go on
The show must go on
I’ll face it with a grin
I’m never giving in
On - with the show -
I’ll top the bill, I’ll overkill
I have to find the will to carry on
On with the -
On with the show -
The show must go on…

Queen - The Show Must go On

Niemand mag es, zu scheitern. Entsprechend sind “gescheiterte Projekte” auch kein wirklich schönes Gesprächsthema - aber die Frage beschäftigt mich schon eine ganze weile: Warum gehen besonders große Projekte, mit Riesenbudget, guten Leuten und großem Erfolgswillen eigentlich fast immer in die Hose?

Okay, vielleicht sollte ich hier erstmal definieren, wann ich ein Projekt als “gescheitert” ansehe: Ein Projekt ist für mich immer dann gescheitert, wenn der Zustand nach Projektende verglichen mit dem Zustand vor Projektbeginn schlechter ist - man halt also entweder mit den Ergebnissen des Projekts alles schlimmer gemacht, statt besser. Oder das Projekt hat länger gedauert und viel mehr gekostet als ursprünglich geplant und dadurch zu einer verschlechterten Situation beigetragen. Oder beides.

Ich denke, dass grundlegende Problem ist, dass große Projekte scheitern, weil scheitern keine Option ist. Klingt erstmal paradox, aber in den meisten Fällen ist es wirklich so, denn wenn sich in einem großen Projekt das scheitern Abzeichnet (Anforderungen ändern sich komplett, Umsetzung erweist sich als extrem schwierig/unmöglich, man kommt durch zu viele gegensätzliche Interessen nicht weiter, etc.), treffen zugleich auch immer drei Dinge zu:

  • Erfolg ist fest eingeplant
  • Es ist schon ein Riesenhaufen Geld ausgegeben worden
  • Scheitern wird bestraft

Nun macht man große Projekte ja nicht, wenn das Ziel leicht zu erreichen ist und Erfolg vorprogrammiert ist - meiner Meinung nach ist die Feststellung, dass etwas nicht erreichbar bzw. nicht auf dem untersuchten Weg erreichbar ist, ein dem Erfolg gleichberechtigtes Ergebnis.
Immerhin führt die Alternative zwangsläufig zum Scheitern (in der oben beschriebenen Bedeutung).
Wäre Misserfolg eine Option, würde das Projekt nicht “scheitern”. Klar - wenn ich mittendrin aufhöre, habe ich ohne konkretes Ergebnis Zeit und Geld ausgegeben. Der - zugegebener maßen schwer fassbare - Erkenntnisgewinn und die bei großen Projekten anfallenden “Nebenprodukte” rechtfertigen aber in den meisten Fällen den Aufwand zumindest zu einem Teil. Entsprechend ist der Einsatz nicht verloren gewesen.

Die ersten Zwei Gründe, die gegen ein “scheitern” sprechen, sind also nur teilweise berechtigt. Diese werden zwar oft vermittelt und von den Beteiligten als gegeben wahrgenommen, eigentlich sind sie aber kein Grund, ein Projekt trotz absehbarem Misserfolg weiterlaufen zu lassen.

Viel schwerwiegender sehe ich den letzten Punkt - da dieser auf menschlicher Ebene stattfindet. So werden Projektteams, die das Rückgrat haben, einzugestehen, dass das ganze nichts bringt, grundsätzlich bestraft - der Misserfolg wird auf Inkompetenz, Unwillen o.ä. zurückgeführt und entsprechend Sanktioniert. Im Gegensatz dazu wird man für das weiterführen bereits gescheiterter Projekte belohnt - mit immer mehr Geld, Zeit und Ressourcen - eben aus den drei o.g. Gründen.

Wenn ein Projekt schon lange vor der Umsetzungsphase komplett aus dem Ruder läuft (und das tun die meisten), ist noch relativ wenig Geld “verloren”, der potentielle Schaden also gering und ein gewisser Gewinn durch die bereits geleistete Arbeit zweifellos vorhanden. Wieso soll ein “erfolglos abgebrochen” also schlechter sein, als für immer mehr Geld immer weiter zu machen und am Ende ein Ergebnis zu haben, welches in keiner Relation zum Aufwand steht oder schlimmstenfalls sogar eine Verschlechterung bedeutet?

Misserfolg und Fehler zu akzeptieren, ist denke ich einer der wichtigsten Aspekte des Erfolgs. Ein Projekt ist eigentlich nur dann wirklich gescheitert, wenn man das nicht akzeptieren kann.

Thu, 2008-08-21, 22:05

Wenn mans mal gelernt hat

by Timm

Diese Woche “durfte” ich meine erste Präsentation vor wichtigen Leuten halten. Und es halt anscheinend ganz gut geklappt - zumindest das Feedback war durchweg positiv.

Irgendwie scheint das ganze Training an der BA tatsächlich was gebracht zu haben - ich bin offensichtlich in der Lage, eine gut strukturierte, einfach zu verstehende Präsentation zu gestalten, welche die richtigen Informationen für eine gegebene Zielgruppe enthält, nicht zu lang ist und sogar ein bisschen unterhaltsam.
Erschien mir eigentlich nie wirklich schwierig zu sein, kommt aber offensichtlich richtig gut an. Wobei mir aber wohl auch die grottige Präsentation des Vorredners in die Hände gespielt haben könnte ;)

PS: Ja, ich hatte tatsächlich einen Anzug an. Aber ohne Krawatte.
PPS: Doch, die meiste Zeit arbeite ich. So was mach ich eher selten.

Thu, 2008-07-24, 09:12

Etwas zwiespältig

by Timm

… ist mein Verhältnis zu den semi-intelligenten Navigations-Ansage-Warteschleifen-Agenten, mit denen man beim Hotline-Anrufen teilweise konfrontiert wird.

Mittlerweile hat man sich ja die Unart abgewöhnt, die Leute mit den Kisten sprechen zu lassen. So musste ich in den letzten Tagen mehrmals die Arcor-Kundenhotline anrufen. Mein Telefon- und Internetanschluss ist zwar mittlerweile geschaltet, allerdings sind die Zugangsdaten vermutlich bei der Post hinter einen Aktenschrank gefallen. Oder so.

Na jedenfalls wird man bei der Kundenhotline von einem Automaten begrüßt, der einen erstmal auffordert, die eigene Kundennummer bzw. Telefonnummer einzugeben. Okay, könnte man auch automatisch machen, aber da ich von einem anderen Anschluss aus angerufen hatte grundsätzlich schon mal nicht schlecht.
Anschließend muss man sich noch mit Geburtsdatum “authentifizieren”.

Bis zu diesem Punkt OK, erscheint durchaus auch sinnvoll - so kann die Maschine einen zuständigen Kundenbetreuer raussuchen und direkt zu dem Verbinden. Der hat dann auch gleich Name und Vertragsdetails parat.
Statt allerdings das zu tun (geschätzte 99,9% aller Anrufer wollen genau das) darf man sich im Anschluss noch mal durch ein 2-stufiges Menü drücken. “Wenn Sie Fragen zu XY haben, drücken Sie die 3″. Grundsätzlich ja auch nicht schlimm, wenn nicht die Auswahlmöglichkeiten - naja - dämlich wären.
So muss ich zuerst auswählen, ob ich Neukunde oder Bestandskunde bin.
Moment.
Gerade hab ich der Maschine meine Kundennummer gegeben.
“Er” müsste das eigentlich wissen.

Aber egal. Brav die Nummer für “Neukunde” gedrückt und gewartet. Nächste Ebene:
“Fragen zum bestehenden Vertrag” - Ja Bitte.
“Beratung zu anderen Angeboten” - Hallo? Neukunde?!? Ich habe mir “mein” Angebot gerade erst ausgesucht!
“Unser Internet-TV-Angebot” - Nein, wirklich nicht.

Aber der Knüller ist die dritte Ebene. Vier oder fünf Auswahlmöglichkeiten von “Fragen zur Hardware-Installation” bis “Reklamation”, die - vermute ich einfach mal - zunächst alle bei derselben Person landen. Außerdem: Ich hab meine Zugangsdaten nicht bekommen. Ist das jetzt “Installation”, “Fragen zum Anschluss” oder doch eher “Reklamation”.
Und wieso muss ich hier schon was drücken, wenn ich dem Mensch, zu dem ich Verbunden werden, den ganzen Kram sowieso nochmal erzähle?

Oh Mann. Und wenn man das dann drei mal gemacht hat, tröstet auch nicht die Tatsache, dass das “Gespräch” bis zu dem Zeitpunkt kostenlos ist.

Sun, 2008-06-22, 18:02

Firefox 3 - netter Versuch

by Timm

Seit Dienstag gibt es den neuen Firefox zum runterladen - was seitdem sehr exzessiv getan wurde.

Ich kenne den neuen Panda schon als RC im neuen Kubuntu, seit dieser Woche lag dann auch die finale Version im Repository. Und naja - was soll ich sagen? Danke, aber - Nein, Danke.

Von der besseren Benutzbarkeit habe ich ehrlich gesagt noch nicht viel gespürt, was aber durchaus auch am Ubuntu-Theme liegen kann. Der Seitenaufbau erscheint mir nicht wirklich schneller als im “alten” FF und die erweiterten Favoritenfunktionen sind Nett - helfen einem Internet-Junkie wie mir aber auch nicht wirklich (ich kenne die URLs, die ich brauche - alle anderen finde ich per Link oder Google). Außerdem funktioniert der neue Firefox noch schlechter als der alte mit meinen Dunklen Desktop-Theme - Aber das Problem dürften Freunde des weiß-auf-Schwarz-Textes ja kennen.

Ich kann jetzt auch nicht genau einschätzen, wie diese Erweiterungen eine neue Zahl vor dem Punkt rechtfertigen, aber das sei den Jungs bei Mozilla überlassen.

Da mittlerweile auch die meisten Extensions wie gehabt funktionieren, könnte der FF 3 einen weiterhin guten Browser abgeben, wenn nicht die neuen “Sicherheitsfunktionen” mir nicht mehr als einmal mein Surferlebnis gründlich versaut hätten. Ich mag grundsätzlich Software nicht, die mich bevormundet - so muss ich 4 mal klicken, um in den per SSL-gesicherten Bereich meiner Webpräsenz vorzustoßen. Da ich das ganze eigentlich nur allein nutze, ist das Zertifikat natürlich nicht von einer CA signiert - der alte FF warnte mich einmal. Beim neuen muss man schon sehr kreativ sein, um überhaupt drauf zu kommen. Und in einen anderen Bereich (in dem z.B. meine Kalenderdaten liegen) lässt mich der neue Browser komplett nicht mehr - nix zu wollen.

Phishing-Schutz schön und gut, aber man kann es auch übertreiben. Und in diesem Moment hatte ich keine Lust mehr. Konqueror ist auch ein sehr passabler Browser, passt sich nahtlos in mein Color-Theme ein und den “Mangel” an Features könnte man durchaus schon als eigenes Feature begreifen. Vielleicht geb ich auch Opera noch mal ne Chance - man soll ja immer einen Blick zur Seite riskieren ;)

Mon, 2008-06-02, 21:20

Warum?

by Timm

Warum?

Warum funktionieren wichtige Dinge nur, wenn man Sie selbst in die Hand nimmt?
Warum ziehen sich Dinge, die in 30 Minuten erledigt sind wenn jemand in der Tür steht, monatelang hin?
Warum muss ich die Aufgaben meiner Kollegen an mich reißen, damit sich etwas bewegt?

Wozu denkt man sich Prozesse, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten eigentlich aus, wenn es trotzdem nur dann funktioniert, wenn sich keiner dran hält?

Sun, 2008-06-01, 19:56

1984 bei der Telekom - oder: Ich habs euch doch schon immer gesagt

by Timm

Nachdem der Überwachungs-Skandal bei der Telekom (von einigen schon liebevoll “Telekom-Gate” genannt) ein paar Tage Zeit zum reifen hatte - wobei ich hier nicht ausschließen möchte, dass noch weitere unschöne Details ans Tageslicht kommen - muss ich doch auch mal meine unvermeidbaren Senf dazu geben:

  • Überrascht euch das wirklich?
  • Ich habs euch gesagt. Schon immer!
  • Nein, es wird damit nicht aufhören. Man wird es immer wieder versuchen

Es kann doch keiner von einer halb-staatlichen, riesigen Firma wie der Telekom erwarten, dass sie sich die Methoden, derer sich der Staat schon seit längerem bedient einfach vorenthalten lässt.
Datenschutz und andere (Grund)rechte sind halt nur dann schön und gut, wenn nicht “höhere” Güter vorgehen. Wieso sollte da ein Vorstandsvorsitzender über seine Mitarbeiter anders denken als ein Innenminister über seine Bürger. Wobei in der Wirtschaft das ganze moralisch sogar weniger verwerflich ist - immerhin zwingt niemand die Leute, bei der Firma mit dem T zu arbeiten. Und außerdem ist der Vorstand eines Unternehmens nicht allein dem Wohl seiner Mitarbeiter und deren Grundrechten verpflichtet. Ganz im Gegensatz zu dem Verhältnis Minister - Bürger übrigens.

Ich will hier das Ausmaß der Vorgänge bei der Telekom nicht relativieren, aber die Taten an anderer Stelle im Verhältnis dazu ins rechte Licht rücken. Die Tatsache, dass sich Schäuble und Zypries jetzt zum obersten Datenschützer aufschwingen wollen, ist einfach nur lachhaft. Kein Wunder, dass mit dieser Heuchel-Aktion keiner dabei sein will.

Denn die Botschaft ist klar: Datenschutz und Grundrechte gilt für alle. Nur nicht für den Staat. Der darf abhören, schnüffeln, bespitzeln und ausforschen, wen und so viel er will. Weil “wir” ja die “guten” sind.

Vor diesem Hintergrund ist der Telekom-Skandal vielleicht gar nicht so schlecht. Hier wird erstmals deutlich, was Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz usw. wirklich bedeuten. Jetzt muss den Menschen nur noch deutlich gemacht werden: Das passiert auch dir. Jeden Tag. Nicht von deinem Arbeitgeber aus (der vermutlich wie die meisten anderen auch die Datenschutzgesetze achtet), sondern vom ach-so-verantwortungsvollen Staat.

Und es wird noch schlimmer werden. Viel schlimmer. Wenn wir nichts dagegen unternehmen.

Tue, 2008-05-20, 20:41

Usability-Frage

by Timm

Mal eine Frage an die Usability-Cracks:

Meine User müssen zur Zeit auf die Darstellung von CAD-Plänen ca. 10-15 Sekunden warten. Um einige andere Probleme in den Griff zu bekommen, muss ich eigentlich etwas an der Systemarchitektur ändern. An sich kein Problem, aber die Darstellungszeit erhöht sich auf 20-30 Sekunden.

Jetzt meine ich mich zu erinnern, dass in dem Moment, in dem der User ohnehin merklich auf etwas warten muss, es in gewissem Rahmen keinen großen “gefühlten” Unterschied macht, wie lange er tatsächlich wartet.

Ist so was zumutbar? Ich bin stark versucht, es einfach zu machen. Immerhin bietet meine Lösung einige gewichtige andere Vorteile…

Fri, 2008-04-18, 16:23

Whatever happened

by Timm

to Dilbert???

Flash? Widget? Anmeldung?

Ich will den alten Dilbert zurück!

Tue, 2008-04-15, 20:15

Today’s Spam

by Timm

Dear Sir/madam,

I am looking for an expert abroad that will help in purchasing AIRCRAFTS and also run the airline company for me.

I am contacting you because I do not have any idea in running an airline company and this is my first airline company. If you are an expert in this field or know any expert that is interested I will be very grateful to hear from you sooner.

Regards,

Alhaji Kabo Dan Hafiz

Grundsätzlich gerne, aber Flugzeuge?!? Können wirs nicht erstmal mit Kaffeemaschinen probieren?

Mon, 2008-04-07, 21:41

Sicherheit, oder: Früher war alles besser

by Timm

Ich lese ja zur Zeit dieses extrem unterhaltsame Buch: “Surely your joking, Mr. Feynman”, in dem Richard Feynman Anekdoten aus seinem Leben erzählt (Ein Wissenschaftler, der auch noch gut Geschichten erzählen kann: Das Buch ist echt empfehlenswert!)

Eine der Geschichten, “Safecracker meets Safecracker”, handelt von seiner Leidenschaft, Schlösser zu knacken. Oder vielmehr, sie auseinander zu nehmen und sie mit Hilfe des Wissens über Ihren Aufbau zu knacken. Jedenfalls ist Feynman während seiner Arbeit am Manhatten-Projekt eines Tages bei einem Betonkopf vom Militär im Büro und knackt dessen Safe mit den ganzen super-geheimen “Top-Secret” und “Eyes Only!(!!!)”-Dokumenten über die Atombombe.

Da er ja einer der guten ist, erklärt er dem Militär die Schwäche des Tresors (und anderer Schlösser, die in den entsprechenden Bereichen genutzt werden).
Bei der folgenden Passage ist mir dann das Lachen im Hals stecken geblieben:

“Colonel”, I said, in a serious tone, “let me tell you something about these locks. When the door to the safe or the top drawer of the filing cabinet is left open, it’s very easy for someone to get the combination. That’s what I did while you were reading my report, just to demonstrate the danger. You should insist that everybody keep their safes and filing cabinet drawers locked while they’re working, because when they’re open, they’re very, very vulnerable.”
[...]
The colonel had sent a note which said, “During his last visit, was Mr. Feynman at any time in your office, near your office or walking through your office?” [...]
The ones who said yes got another note: “Please change the combination of your safe.”

Tja. Einige Dinge ändern sich offensichtlich nicht…

Mon, 2008-04-07, 19:53

Wordpress 2.5

by Timm

So, seit eben läuft hier Wordpress 2.5.

An die neue Oberfläche muss ich mich wohl erst noch gewöhnen, aber egal.

Sollte euch irgendwas auffallen, dass nicht mehr funktioniert, doof aussieht etc. einfach kommentieren!

Wed, 2008-04-02, 20:15

OOXML und die ISO

by Timm

Es ist der Aufreger des Tages:

Office Open XML ist seit heute offiziell ISO-Standard. Damit hat sich das Internationale Normungsinstitut nicht nur bis auf die Knochen blamiert, auch der mehr als nur dubiose Abstimmungsprozess und die sehr Fragwürdige Rolle, welche von den nationalen Normungsinstituten gespielt wurde, werden in diesem konkreten Fall ans Licht gespült.

Hier zeigt sich mal wieder, was viele Menschen schon sehr lange an der ISO (und ihren Nationalen Pendants) kritisieren: Der Politische Einfluss auf die Verabschiedung von Standards ist einfach zu groß - mittlerweile so groß, dass die Standardisierung in einigen Bereichen schon schädlich ist.
So auch im konkreten Fall - der OOXML-Standard ist 6000 Seiten lang und praktisch nicht noch mal umzusetzen - da brauche ich auch keinen Standard. Man muss Microsoft wirklich gratulieren - das haben sie in der Tat gut durchgepaukt.

Ich denke übrigens nicht, dass im größeren als üblichen Rahmen schwarze Köfferchen gewandert sind. Denn eine Standardisierung um des Standards willen ist in diesem Fall ja nicht nur in Microsofts Interesse. Behörden und Öffentliche Einrichtungen auf der ganzen Welt können somit ganz einfach behaupten, die von Ihnen eingesetzte (Microsoft-) Software sei bereits Standardkonform.
Gewinner auf beiden Seiten: MS kann sein Monopol im Office-Markt leichter Verteidigen, und öffentliche Stellen müssen sich in einem Punkt weniger für den Einsatz von MS-Produkten rechtfertigen. Von daher denke ich nicht, dass es schwer war, die Politik in zahlreichen Ländern auf Microsofts Seite zu ziehen.

Im Prinzip verliert also nur die Technik und die Idee, welche eigentlich hinter so was wie internationalen Standards steckt. Aber danach wird ja sowieso zunehmend weniger gefragt.

EDIT: Man kann sich über die ISO-Entscheidung aufregen. Aber über solchen Unsinn muss man sich aufregen.
Oh mein Gott, wie wenig Ahnung kann man haben?

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