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Sat, 2011-08-06, 17:35

Wieder da

by Timm

Vorerst nur eine “gesundwiederda”-Meldung von uns. Wir sind zwar schon ein paar Tagen wieder zu Hause und haben uns auch schon wieder ganz gut vom Urlaub erholt, aber so richtig an den Rechner hat es mich bis heute noch nicht gezogen.

Soviel vorweg: Russland ist in jedem Fall mal eine Reise wert, und kalt ist es da auch nicht das ganze Jahr…

Den versprochenen, ausführlichen Bericht wird meine bessere Hälfte wahrscheinlich in den nächsten Tagen nachliefern. Bis dahin hier schon mal ein paar Impressionen. Wie immer gibt es auch diesmal eine Preisfrage: Was ist auf dem letzten Bild zu sehen?

Fri, 2011-07-22, 21:25

Abmeldung

by Timm

Sooo… in wenigen Stunden steigen wir in das Flugzeug, dass uns in den wohlverdienten Urlaub bringt. Da wir die meiste Zeit auf dem Schiff irgendwo zwischen St. Petersburg und Moskau sein werden, wird man wahrscheinlich nicht allzu viel von uns hören. Ein Bericht folgt natürlich, wenn wir wieder zurück sind :-)

Thu, 2010-09-30, 17:23

Reisebericht: 3ter und letzter Teil

by Timm

So, auf gehts in die letzte Runde… wird auch Zeit, dass ich den Rest mal aufschreibe, schließlich ist der Urlaub selbst ja schon wieder so lange her, dass es fast nicht mehr wahr ist ;-)

Städte-Tour
Unser letzter Ausflug führte uns in Richtung der Inselhauptstadt Santa Cruz. Auf dem Weg dorthin legten wir noch eine Pause an einem Bauernmarkt ein, an dem die örtlichen Bauern ihre Produkte anbieten.

Zu Santa Cruz selbst gibt es allerdings nicht viel zu sagen – die Stadt präsentiert sich großstädtisch, am interessantesten ist das umfangreiche Kulturangebot (Museen, Theater usw.). In Richtung des Hafens und der Küste entstehen zur Zeit einige größere Neubauprojekte von denen ein guter Teil auch schon fertig gestellt ist, die aber ebenso wie die neue Konzerthalle und das große Kongresszentrum noch ein bisschen künstlich und verloren aussehen.

Das Konzerthaus in Santa Cruz

Touristisch interessanter ist da schon die alte Inselhauptstadt La Laguna, die sich ein paar Kilometer landeinwärts befindet, hier hat die Universität der Insel ihren Stammsitz, genau so wie der örtliche Bischof. Leider waren in vielerlei Hinsicht zur falschen Zeit dort – während ein Großteil der Altstadt mit repräsentativen Häusern sowie die Kathedrale momentan noch renoviert werden (dafür waren wir also ein paar Jahre zu früh), erstirbt dort (Spanien-typisch) um 14:00 Uhr das Leben – und die bereits renovierten Sehenswürdigkeiten waren geschlossen.

Kathedrale in La Laguna

Als Entschädigung haben wir auf dem Rückweg noch am “Haus des Weines” gehalten – mit einem nett gemachten Museum zum Weinanbau auf Teneriffa und einer stattlichen Auswahl regionaler Weine. Hier konnten wir auch direkt ein paar Andenken mitnehmen, die sogar den Flug überstanden haben.

Nein, die Katze haben wir da gelassen ;-)

Abreise

Da unser Flug erst relativ spät am Abend starten sollte, konnten wir den letzten Tag noch mal nutzen, um dem bisher “unerforschten” Teil der Insel noch einen kurzen Besuch abzustatten. Wobei der südöstliche Küste leider furchtbar unspektakulär ist – mit Ausnahme von 1, 2 Stationen braucht man die Autobahn eigentlich gar nicht zu verlassen.
Zumal das Klima hier schon spürbar anders ist – heiß und trocken, mit fast unangenehmem Wind.

Die einzig wirklich schöne Ortschaft auf dieser Seite ist Candelaria – benannt nach der Schutzheiligen der Inseln ist das der Wallfahrtsort inklusive großer Wallfahrtskirche und Altstadt.

Candelaria

Die oben gezeigten über-lebensgroßen Kollegen befinden sich übrigens direkt am Rand des Kirchplatzes, unmittelbar am Meer und sollen an die kanarischen Ureinwohner erinnern.

Unsere zweite Station an diesem Tag waren die Pyramiden von Guímar – auf einem ein paar ha großen Gelände befinden sich dort einige Naturstein-Pyramiden, in deren Umgebung man einen “ethnografischen Park” inklusive Museum angelegt hat. Wirklich bekannt geworden ist dieser Ort durch den Abenteurer Thor Heyerdal (das ist der, der mit Bastbooten über die Ozeane geschippert ist, um irgendwelche wirren Theorien über steinzeitliche Kontakte zwischen den Kontinenten zu beweisen), der meinte, mit dieser Anlage eine Beziehung zwischen den frühen Kulturen im Nahen und mittleren Osten und denen in Südamerika herstellen zu können. Dieser Theorie und dem sonstigen Lebenswerk des Herren wird dort auch intensiv gehuldigt – was insbesondere dann sehr lustig ist, wenn man nach kurzer Recherche bei Wikipedia schon weiß, dass diese im 19. Jahrhundert, wahrscheinlich aus der Laune eines schrulligen Großgrundbesitzers heraus, entstanden sind.
Umso enttäuschender, da wir uns eigentlich etwas mehr Informationen über die angeblichen Erbauer der “Pyramiden”, die kanarischen Ureinwohner (Guanchen) erhofft hatten. Aber da hätte man wahrscheinlich in ein echtes Museum gehen müssen…

Pyramiden?

Als letzte Station vor dem Flughafen haben wir dann noch mal in einem Ferienort im Süden gehalten, nur um festzustellen, dass wir in dieser Gegend nie Urlaub machen würden – seelenlose Betonburgen inmitten wüstenhafter Landschaft treffen nicht so meinen Geschmack.

Dafür bekamen wir aus dem Flugzeug noch mal einen Spitzen-Abschiedsblick auf die Insel samt Sonnenuntergang.

Und Tschüss...

Thu, 2010-09-23, 20:51

Reisebericht, Teil 2

by Timm

Wie versprochen gibt es jetzt auch den zweiten Teil meines “kurzen” Reiseberichts.

Nachdem wir alle Attraktionen in und um unseren Ferienort abgeklappert hatten, wurde es Zeit, den Rest des Eilandes genauer zu erforschen.

Die Nordküste

Eigentlich war unsere Idee, in einer großen Schleife die Nordküste bis “geht nich mehr weiter” (siehe meinen kurzen Post aus dem Urlaub) abzufahren (mit halten an sehenswerten Orten), uns dann in das nördliche Gebirge zu schlagen und auf dem Rückweg dem Teide noch einen Besuch abzustatten.

Natürlich hat das nicht ganz so geklappt, aber dazu gleich mehr. Wir starteten die Küstentour also und fuhren zunächst Richtung Westen in den Ort “Icod de los Vinos” (ja, da wird Wein angebaut…), wo ein kanarischer Drachenbaum steht, der 1000 Jahre alt sein soll. Nun können diese Bäume tatsächlich sehr alt werden, allerdings bilden sie keine Jahresringe und so etwas wie Geschichtsschreibung kam erst im 15. Jahrhundert mit den Spaniern auf die Insel, also ist die Sache mit den 1000 Jahren nur eine echt gewagte Behauptung. Allerdings steht das Ding da mindestens so lange wie ein Kloster nebenan, also mindestens 370 Jahre – das ist ja auch schon mal was. Leider entpuppte sich die Super-Attraktion als, naja, Drachenbaum, weshalb wir nur kurz ein Foto gemacht haben und dann noch schnell einen Abstecher in die Pfarrkirche des Ortes, die wirklich sehr Sehenswert ist.

Die haben da ein 2m großes, 50 Kilo schweres Kreuz stehen. Aus Silber. Geschmiedet. Ziemlich beeindruckend. Genau so wie die ganzen anderen Sachen – Altäre, Schreine, Priesterkleidung und sonstige Accesoires. Interessant außerdem: Die Heiligenfiguren haben dort grundsätzlich echte Kleidung an (nicht wie hierzulande nur entsprechend geschnitzt/bemalt), und auch bei denen ist nicht an Pracht gespart worden.
Scheint ein einträgliches Geschäft zu sein, die Sache mit dem Wein. Und den Bäumen.

Unsere nächste Station war das kleine Städtchen Garachico – ein echter Geheimtipp, denn diese sehr schön gelegene Stadt ist Touristisch praktisch nicht erschlossen, d.h. es gibt auch keine Bausünden, die das Stadtbild verschandeln könnten – entsprechend präsentiert sich der Ort sehr ruhig und angenehm. Die ursprüngliche Stadt und der Hafen wurden 1706 bei einem Vulkanausbruch zerstört, es wurde aber danach alles wieder aufgebaut. Übrig geblieben ist nur ein kleines Kastell (die schien es damals als Fertigbau-Lösung zu geben – irgendwie sehen die alle gleich aus) und ein Stückchen Stadttor, des in einer kleinen Parkanlage integriert wurde. Man muss vom heutigen Straßenniveau ca. 5-6m (!) nach unten laufen. Ansonsten hat die Stadt nichts besonderes zu bieten, außer einem natürlichen Meerwasserschwimmbad. Nach dem Vulkanausbruch bildeten sich da, wo vorher der Hafen war, lange, praktisch parallele Felszungen im Meer, die vor dem Wellengang schützen und mit Wegen und Brücken verbunden sind.
Nichts besonderes ist hier übrigens nicht negativ gemeint – das Städtchen ist einfach nur schön. Und ruhig.

Nach einem erfrischenden Aufenthalt fuhren wir weiter Richtung Westen – genau genommen so weit, bis es nicht mehr weiter ging. Am nordwestlichsten Zipfel der Insel steht ein Leuchtturm auf einer Landzunge, zu dem man über eine enge und kurvenreiche Küstenstraße (Küste heißt in diesem Fall “in die Klippen gebaut”) erreichen kann. Allein die Anfahrt ist schon ein Erlebnis.
Und der Ort selbst lohnt den Besuch in jedem Fall – während in alle (verbleibenden) Richtungen das Gebirge steil ins Meer abfällt, hat sich durch einen Vulkanausbruch dort ein Stück “flaches Land” gebildet, das aber aufgrund der abgelegenen Lage ziemlich öde und verlassen ist – außer besagtem Leuchtturm gibt es nur ein paar Häuser und einen kleinen Windpark. Wind und Wellengang sind naturgemäß sehr stark, obwohl es auch eine geschützte Bucht und eine kleine Bademöglichkeit gibt.
Ist schon ein interessantes Gefühl, zu wissen, dass in praktisch alle Richtungen erst mal lange Zeit nix mehr kommt – hinten ein karges fleckchen Land, alle Pflanzen vom ständigen starken Sturm und dem Salzwasser zu undefinierbaren, Buschartigen Dingern deformiert. Und nach vorne – Wasser, nix als Wasser.

Nachdem wir uns an der Landschaft satt gesehen hatten, ging es über erwähnte Straße wieder zurück, die bei der Zweiten Fahrt viel weniger dramatisch wirkt. Eigentlich war unser weiterer Plan, der Empfehlung unseres Reiseführers zu folgen und in “das schönste Bergdorf der Insel” zu fahren. Leider gestaltete sich die Anfahrt da hin extrem ermüdend – es ist wirklich ein Bergdorf, in das nur eine verschlungene, Enge, Serpentinenreiche Passstraße führt. Und wenn man die dann auch noch fast komplett hinter einem Reisebus herzuckeln muss, kann das einem schon ein wenig die Lust verderben. Als Overkill erwarteten uns in Masca – so heißt das Dorf – auch noch mehrere weitere Busladungen Touristen. Da war leider nicht an ausruhen und genießen zu denken. Entsprechend sind wir direkt weiter gefahren (noch mehr Serpentinen) und kamen satte 2 1/2 Stunden später in Santiago del Teide an. Eigentlich wollten wir von da aus noch zum Teide fahren, leider waren wir beide so geschafft, dass wir kurz entschlossen diesen Punkt verschoben haben und (über die Schnellstraße) direkt zum Hotel zurück gefahren sind.
Immerhin haben wir noch einige “schöne Aussichten” vom westlichen Teno-Gebirge mit zerklüfteten Landschaften und “Hochalpiner” Natur mitnehmen können. An dem ein oder anderen Aussichtspunkt hätte man zu späterer Stunde vielleicht sogar Mufflons (oder so was ähnliches) sehen können.

Teide

Wie gesagt hatten wir den Besuch am Teide verschoben – wie sich allerdings herausstellte, war das gar nicht so schlecht. Dafür sollte man sowieso einen ganzen Tag einplanen.
Der Teide ist mit 3.718 Meter immerhin der höchste Berg Spaniens und befindet sich am Nordrand eines riesigen Einsturzkraters – das ganze Gebiet ist ein Nationalpark, und obwohl die Gegend relativ gut erschlossen ist, sollte man schon bedenken, dass man ins Hochgebirge fährt. Ergo: Entsprechend Kleidung und ausreichend Sonnenschutz eingepackt, Wanderschuhe angezogen, Sonnencreme mit hohem LSF eingepackt und Schwupps ins Auto gesprungen – wenn man drüber nachdenkt, sollte man so eine Tour wirklich nicht am Ende eines ohnehin anstrengenden Tages machen.

Bevor wir unser eigentliches Ziel ansteuerten, haben noch mal in La Orotava halt gemacht. Die Stadt liegt etwas oberhalb von Puerto de la Cruz mitten im saftig grünen (und dich bebauten) Orotava-Tal. Leider hat uns die Stadt total enttäuscht. Langweilig und ohne Charme, entsprechend sind wir nicht lange geblieben. Die weitere Fahrt war aber der Knüller. Eigentlich sollte sich das jeder mal selbst anschauen – wie so vieles. Jedenfalls führt die Zufahrtsstraße erst noch durch einige Städte und Dörfer, aber nach ein paar Kilometern befindet man sich auf ca. 600m und damit schon an der Wolkengrenze. Der Passat treibt eigentlich ständig niedrig hängende Wolken gegen die Nordhänge des Teide-Massivs, hier fällt auch sehr viel Niederschlag. Entsprechend ändert sich die Landschaft: Während weiter unten Bananenplantagen und Weinberge an der Straße liegen, fährt man dann durch subtropischen Regenwald – es gibt keine Siedlungen mehr, und der dichte Nebel (an wolkigen Tagen) gibt dem ganzen eine ganz eigenwillige Stimmung – umso grandioser ist es natürlich, wenn man ein Stück (und einige Höhenmeter weiter oben) wieder aus den Wolken heraus kommt. Auf einmal reißt der Nebel auf, der Himmel ist Tiefblau, die Luft extrem klar – und man befindet sich mitten in einem dichten Kiefernwald. Ende August ist auf Teneriffa mit die wärmste Zeit des Jahres, und auf dieser Höhe kommt die angenehm Kühle Brise von der Küste nicht mehr an. Es ist also praktisch windstill, und die Sonne knallt ungebremst herunter. In der prallen Mittagssonne geben die Fichtennadeln anscheinend sehr viel Feuchtigkeit ab – es riecht wie in der Sauna nach dem Aufguss ;-)
Einziger Wermutstropfen: Eine gute Aussicht gab es für uns nicht – wir konnten nur von oben auf die Wolken gucken.

Das wäre ja schon spektakulär genug, allerdings kommt die Hauptattraktion natürlich noch – auf etwas über 2000 Meter (ja, genau – so hoch kann man in Deutschland gar nicht kommen) ist die Baumgrenze erreicht und man betritt den oben erwähnten Einsturzkrater – das ist der vulkanisch noch aktive Teil der Insel und entsprechend sieht es dort auch aus. Außerdem fällt innerhalb der “Cañadas” anders als an den Außenhängen praktisch kein Regen und die exponierte Lage führt zu extremen Temperaturunterschieden. Außerdem ist es da auch wieder windig. Sehr windig. Entsprechend sieht die Landschaft auch aus: Je nachdem, wann ein Gebiet zum letzten Mal bei einem Ausbruch von frischer Lava zugedeckt worden ist, wechseln sich karge, Hochalpine Steppenlandschaft, noch kargere, hochalpine Steinwüste und völlig leblose Mondlandschaft ab. Hier gibt es jetzt nicht mehr viele Pflanzen und praktisch keine Tiere, von ein paar Insekten und den allgegenwärtigen Eidechsen mal abgesehen. Ein guter Teil der Pflanzen da oben kommt auch nur dort vor – alles in allem ein fast unwirklicher Ort.
Direkt an der Nationalparksgrenze gibt es ein gut gemachtes Besucherzentrum, in dem man viele Informationen zur Entstehungsgeschichte und Vulkanismus erhalten kann, außerdem hat man einen schönen Lehrpfad angelegt, an dem man sich die dort lebenden Pflanzen und Tiere anschauen kann.

Weiter ging es zum Fuß des Teide, von wo aus dankenswerter Weise eine Seilbahn bis fast zum Gipfel fährt. Bis ganz nach oben kann man nur im Rahmen einer geführten Wanderung, zu der man sich aber vorher anmelden muss. Außerdem hätten wir beide das eh nicht geschafft: Die Bergstation ist auf 3550m, das ist mal locker der höchste Punkt, an dem wir beide bisher waren (außer im Flugzeug).
Die Sonne ist auch am späten Nachmittag noch erbarmungslos – eine Mütze ist unbedingt notwendig. Trotzdem ist es auf der Höhe auch schon recht kühl – mit kurzer Hose hätten wir sicherlich gefroren – im Schatten war es sogar richtig kalt. Hinzu kommt ein echt unangenehmer, schneidender Wind. Und natürlich ist die Luft da oben sehr dünn und furztrocken. Es gibt auch zwei kürzere Wanderwege, die öffentlich sind und nicht zum Gipfel führen, aber das ist doch eher was für Hochgebirgserfahrene – wir haben jedenfalls nach 100m schlapp gemacht und uns nur wieder zurück zur Station und den zugehörigen Aussichtsplattformen geschleppt.

Zur Aussicht selbst muss ich wahrscheinlich nichts weiter schreiben als: HAMMER! Erstmal sieht man von oben das riesige Ausmaß dieser Landschaft, im Hintergrund die Wolken (von oben!) und das tiefblaue Meer. Hieran kann man sich gar nicht satt sehen – allerdings sind die Nächte da oben wahrscheinlich echt unangenehm und außerdem macht das viele Staunen auch Hunger und Durst. Also sind wir mit der letzten Seilbahn wieder nach unten gefahren und haben uns noch auf den Weg zum einzigen Hotel im Nationalpark gemacht, welches interessanter Weise dem spanischen Staat gehört. Dort haben wir uns jeweils ein Eis gegönnt und uns in Laufweite noch die “Roques de Garcia” – eine bizarre Felsformation mit wiederum genialem Ausblick angeschaut.
Eigentlich hatten wir vor, einen dort verlaufenden Wanderweg noch abzulaufen, aber so langsam haben uns die dünne Luft, das unangenehme Klima und der hereinbrechende Abend dann doch zum umkehren bewogen.

So, WordPress sagt mir: 1720 Wörter. Das heißt wohl, ich sollte noch mal eine Pause einlegen und den letzten Teil des Reiseberichts auf später Vertagen – ich hoffe, ihr seht es mir nach ;-)

Wed, 2010-09-08, 20:59

Wieder daheim oder: ein Reisebericht (Teil 1)

by Timm

Wie der Titel schon sagt, sind wir gesund wieder zu Hause – wie immer zu früh, aber dafür zutiefst erholt.

Eins vorneweg: Teneriffa ist wirklich eine sehenswerte Insel, und das mit dem ewigen Frühling stimmt tatsächlich. Obwohl da aktuell mit der heißeste Monat ist (Die Sonne steht mittags wirklich fast senkrecht – und das, obwohl die Sommersonnenwende schon wieder zwei Monate her war), hatten wir nie über 30° (zumindest an der Küste nicht), dafür war es auch morgens und (spät) abends noch frühsommerlich angenehm. Dazu weht permanent ein angenehmer, kühler Wind von der See. Naja, die Römer nannten die Kanaren ja nicht umsonst die “glücklichen Inseln”.
Interessant ist übrigens der Krasse Gegensatz zwischen Nord- und Südküste – während im Norden Bananen, Kartoffeln, Wein und weiß der Teufel was noch wuchert, ist der Süden (keine 20km entfernt) größtenteils wüstenhaft Karg. Ein echter Schnellkurs in Meteorologie für den geneigten Besucher ;-)

Leider ist das Eiland auch recht überlaufen. Obwohl die “schlimmsten Zeiten” anscheinend vorbei sind und wir auch eher in die Nebensaison da waren, sind wir praktisch überall riesigen Touri-Ansammlungen begegnet, die mit dem Bus noch in die entlegensten Ecken gekarrt werden, dazu aber weiter unten mehr. Und wenn ich was im Urlaub eigentlich gar nicht haben kann, sind es andere Touristen. Aber da wir einen Mietwagen hatten, konnten wir unsere Touren so legen, dass wir entweder vor oder nach dem “Hauptfeld” bei den Sehenswürdigkeiten waren. Und ein paar “Geheimtipps” haben wir wohl auch gefunden.

Aber hier jetzt der (hoffentlich nicht allzu ausufernde) Bericht.

Anreise
14:00 ist eine sehr gute Zeit, zu fliegen. Man kann in Ruhe ausschlafen und muss nicht hetzen. Das übliche Flughafengeplänkel hat auch locker geklappt (es verliert ein bisschen an Spannung, wenn man täglich damit zu tun hat). Als Bonus wurde mein Laptop auf Sprengstoff getestet – wie aufregend! ;-)

Leider fliegt man schon knapp 5 Stunden – für den Touristen-Bomber ist das schon recht lang und wir waren auch froh, endlich da zu sein. Als wir dann unseren Mietwagen abgeholt hatten und endlich in Richtung Puerto de la Cruz fahren wollten (die Flug ging zum Südflughafen – von da sind es ca. 40 Autobahn-Kilometer zu unserem Ziel), landeten wir erst mal direkt im Stau. Entsprechend hat sich unsere Ankunft im Hotel etwas verzögert, auch dadurch, dass die Straßen in Spanien ein bisschen… komisch sind und einen den direkten Weg sehr effektiv nicht fahren lassen. Entsprechend war es schon recht spät, bis wir da waren und nach dem dann doch recht langen Tag konnten wir auch nur noch eine Kleinigkeit vom Buffet naschen und dann ins Bett fallen.

Puerto de la Cruz
Unser erstes Ziel (außer dem Pool) war natürlich, die Umgebung zu erkunden. Unser Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum botanischen Garten, aber etwas außerhalb der Innenstadt. Puerto de la Cruz hat ca. 30.000 Einwohner und liegt an der Nordküste der Insel am Ende eines fruchtbaren Tales. Entsprechend ist alles recht grün, leider wird die Innenstadt von unschönen Bettenburgen aus den 60ern und 70ern verschandelt. Allerdings muss man nur ein paar Schritte hinter der Strandpromenade verschwinden und bekommt eine hübsche und größtenteils frisch Renovierte Altstadt komplett mit kleinen Geschäften, Cafés usw. geboten.

Hafen, Uferpromenade und die verschiedenen (künstlichen) Bademöglichkeiten sind ebenfalls ganz sehenswert. Da es an dem Fleckchen Insel keinen Naturstrand gibt, wurden über die Zeit ganz nette Lavasand-Strände und ein großes Meerwasse-Schwimmbad (direkt am Meer) angelegt. Allerdings ist der Wellengang selbst an ruhigen Tagen recht stark, von daher haben wir nicht wirklich viel im Meer baden können.

Botanischer Garten
Nach ein paar Tagen faulenzen haben wir uns den nahe gelegenen botanischen Garten angesehen, wie sich herausstellt das ideale Ausflugsziel für einen heißen Sommernachmittag. Es handelt sich tatsächlich um den zweitältesten botanischen Garten Spaniens – irgendwann nach 1700 hatte man die Idee, tropische Pflanzen in Spanien anzusiedeln, und da das Klima in Spanien ja nicht ganz so tropisch ist, hoffte man, die Pflanzen während eines längeren Aufenthalts auf Teneriffa daran “gewöhnen” zu können. Es kam wies kommen musste, das Grünzeug gedieh auf Teneriffa prächtig, in Spanien allerdings… nich so.
Na jedenfalls bekommt man da auch heute noch einen Haufen exotischer und auch einheimischer Pflanzenwelt zu sehen. “Hauptattraktion” ist eine gigantische Würgefeige. Das ganze ist echt hübsch angelegt und dank der großen, Schatten spendenden Bäume sehr angenehm und ruhig. Also nicht nur was für Botaniker (zumal es auch einen Teich mit Schildkröten und Goldfischen gibt ;-))

Loro Parque
Tierisch gings auch weiter, am nächsten Tag waren wir nämlich im Loro Parque. Ursprünglich mal als reiner Papageienpark gedacht ist daraus ein durchaus respektabler Zoo geworden. Nach einer erfreulich kurzen Anfahrt, unerfreulich langem Schlange stehen sowie einem noch unerfreulicheren Eintrittspreis (35€ pro Person finde ich schon sehr happig) hatte ich ja befürchtet, man würde den anderen Besuchern sehr auf den Füßen stehen. Aber glücklicher Weise verläuft sich die Masse dann doch sehr gut.
Wir haben uns dann noch eine geführte Tour gegönnt (Discovery-Tour, 10€ p.P.), die sehr gut gemacht war und uns auch einen Blick “Hinter die Kulissen” ermöglicht hat – wir konnten uns ein paar der Hauptattraktionen mal aus ungewohnter Perspektive und auch die Technik ein bisschen anschauen – insgesamt knappe zwei Stunden waren wir so “geführt” unterwegs. Zusammen mit dem Eintritt hat das Preis-Leistungs-Verhältnis dann wieder gepasst. Im Anschluss haben wir uns dann den Park noch mal als “normale” Besucher angeguckt. Neben “normalen” Zootieren wie Affen, Tigern, Erdmännchen, Seelöwen und natürlich Papageien und anderen bunten Vögeln (davon einige in einer coolen Riesen-Freiflug-Voliere) hat der Park auch ein großes Haifisch-Aquarium mit Tunnel (sehr cool), ein Super-Duper-HighTech-Pinguinhaus sowie Delfine und Orcas (die meiner Meinung nach dort sehr viel Platz haben).

Nach einem kleinen Mittagessen haben wir uns dann noch einige Shows angesehen sind dann erschöpft, geschröpft und reizüberflutet wieder ins Hotel.

Fast vergessen: Koi-Karpfen! Ein sehr lustiges Schauspiel gab es schon direkt hinter dem Eingang zu beobachten. Da hat es einen Teich mit Koi-Karpfen drinne. Nun füllen die Fische den Teich in “angemessener Dichte” aus, wenn sie sich gleichmäßig verteilen. Allerdings scheinen die Brötchen sehr gerne zu mögen, weshalb sich wann immer jemand einen Krümel in den Teich wirft wenige Sekunden später ein riesiger Koi-Klumpen aus hunderten Fischen an dieser Stelle bildet. Und ja, die Viecher können verdammt schnell sein, wenn sie wollen. Erklärt vielleicht, warum ich die Reiher (die auch in dem Teich leben sollen) nicht gesehen habe…

So, dass soll es für heute erst mal gewesen sein. Teil 2 folgt diese Woche noch mit Landschaft. Viel Landschaft.

Mon, 2010-08-30, 19:08

Ende der Welt bei km 9

by Timm

Punta del Teno

Ansonsten kurze Zwischenmeldung:

Ich denke, es ist keine weitere Erklärung notwendig ;-)

Tue, 2009-08-25, 20:43

Kleine Welt

by Timm

So kanns gehen – kaum macht man eine Schulung bei SAP, schon fällt man unverhofft einem mit-BAler über die Füße. Naja, so wirklich überraschen kanns einen ja nicht, dass aus meinem Kurs Leute da gelandet sind.

Sun, 2009-08-16, 15:35

Bilderrätsel

by Timm

Wir sind von unserem (sehr schönen) Kurzaufenthalt in Hamburg wieder zurück, und ihr sollt natürlich auch was davon haben: Ein Rätsel!

Die Frage ist ganz einfach: Was ist auf diesem Bild zu sehen?

Hmm

Obs was zu gewinnen gibt, entscheide ich spontan anhand der Kreativität der Antworten ;)

Wed, 2009-02-04, 20:32

/Urlaub

by Timm

Ja… leider leider ist der Urlaub jetzt endgültig schon wieder vorbei.

Aber trotzdem. *Schwärm*. 6 Tage schönster Sonnenschein. Perfekte Schneeverhältnisse. Ein riesiges, um diese Jahreszeit praktisch leergefegtes Skigebiet. Gutes Essen (auf der Hütte). Eine extrem lustige Reisegruppe.
Einzig das Hotel trübt ein bisschen den Gesamteindruck ein bisschen, aber dazu gibts später mehr in einem separaten Eintrag.

Warum genau bin ich wieder hier?

PS: Erstaunlich, wie gut ich (subjektiv) nach 6 Jahren Abstinenz noch Skifahren kann. Keine Ahnung wie die anderen das sehen, aber ich hatte die ganze Zeit über nur einen echten Sturz.

PPS: An Alle Semesterferien-nicht-neidisch-sein-woller:
Habt ihr auch so nen Blick? ;-)

Langkofel & Plattkofel

Langkofel & Plattkofel

Tue, 2008-11-18, 21:17

Schandmaul-Jubiläumskonzert

by Timm

Jaa… Katrin und ich waren am letzten Wochenende mal wieder Unterwegs in deutschen (?) Landen, nämlich in der schönen Bayerischen Landeshauptstadt. Natürlich waren wir da nicht nur wegen der nahe gelegenen Glutenfrei-Einkaufsmöglichkeit (obwohl der natürlich auch ein Besuch abgestattet wurde).

NEIN! Selbstverständlich hatten Schandmaul am Freitag ihr 10-jähriges Bandjubiläum und aus dem Grund gabs ein zünftges (wie der Bayer wohl sagen würde) Jubiläumskonzert.
Und ja, ihr habt richtig was verpasst.
7000 Menschen + 3 1/2 Stunden die besten Lieder + Unterstützung u.a. von der letzten Instanz = bestes Konzert ever.
Zumindest das beste Konzert, dass ich in meinem Leben bisher erlebt habe – und dürfte den Ehrenplatz auch eine Zeit lang behalten.

Natürlich haben diejenigen unter euch, die nicht da waren (warum eigentlich?) nicht komplett verloren, irgendwann im April wirds wohl eine Live-DVD geben sowie Gerüchteweise im Juni eine Wiederholung unter freiem Himmel.

Für diejenigen, die noch neidischer werden wollen, haben wir ein paar Aufnahmen mit der Digicam gemacht – auf Wunsch bei mir natürlich zu beziehen :)

"Drei Lieder"
Sun, 2008-10-19, 13:13

Freiheit statt Angst – der Bericht

by Timm

Nachdem es ja schon einiges an Reaktionen von viel bekannteren Leuten wie mir gab, wollte ich auch mal meinen Senf zur Demo letztes Wochenende abgeben.

Teilnehmer der Demo "Freiheit statt Angst" vor dem Brandenburger Tor

Ich hatte mir ja tatsächlich ein Herz gefasst und bin nach Berlin gefahren. Warum? Weil ich finde, dass Bürgerrechte und Freiheit etwas sind, für das man durchaus mal ein paar Stunden seiner Freizeit opfern kann. Weil ich mir nicht jedes mal Gedanken machen will, wenn es beim telefonieren in der Leitung knackt. Weil Privatsphäre und Schutz vor staatlicher Willkür mein verdammtes Recht sind, dass ich nicht begründen, sondern nur einfordern muss. Und weil mehr als 70.000 Leute am letzten Samstag der gleichen Meinung waren.

Bleibt nur zu hoffen, dass wir noch mehr Unterstützung finden. Ich weiß, dass für jeden, der Laut ist, mindestens 100 genauso denken, aber schweigen. Ja, genau ihr seid gemeint!

Fri, 2008-10-03, 17:54

FAX

by Timm

Die Krone der modernen Telekommunikation. Denn damit ist es möglich, in sekundenschnelle verbindliche (schon seit mitte der 90er!) Willenserklärungen – wie z.B. Hotelbuchungen – zu verschicken.

Wunder der Technik. Ich drücke hier auf einen Knopf (oder auch woanders, weil ich selbst keines dieser genialen Geräte mein Eigen nenne) und auf der anderen Seite kommt nach nur 30-Sekunden gespannten Wartens eine exakte Kopie meines Zettels an. Wow!

Und wenn mir jetzt noch jemand eine gute (== funktionierende) FAX-over-IP-Lösung ans Herz legen kann, bin auch ich endlich bereit für das 21. Jahrhundert!

Wed, 2008-03-26, 20:19

Bunte Eier

by Timm

Hohoho, frisch und frei melde ich mich nach einem extrem angenehmen Osterwochende. Sooooo toll und entspannt können Feiertage sein – wenn man wegfährt!

Ich für meinen Teil war mit Schatz und Schatzens Familie in Schwäbisch Hall (ja, da wo die Bausparkasse ist) und wir haben einige sehr schöne Tage dort verlebt.

BTW: Hatte ich erwähnt, dass ich Urlaub habe?

Neid ist offziell gestattet ;)

Sun, 2008-01-20, 20:16

Ungeheuerlich!

by Timm

Manchmal öffnen sich einem die Augen in den unerwartetsten Situationen.

Während meines noch nicht lange zurückliegenden Aufenthalts im Allgäu wurde ich zum ersten mal auf eine Umweltzerstörung ungekannten Ausmaßes aufmerksam, welche komplett hinter dem Rücken der Bevölkerung abläuft.

Die wunderschönen Berge werden in einem kaum zu beschreibenden Raubbau zerstört. In zahllosen Ortschaften in und um die Alpen wird aus dem in Millionen von Jahren gewachsenen Gestein in sogannten “Käsereien” schnöder Brotbelag – “Bergkäse” genannt – hergestellt.
Und damit nicht genug! Auch von “Bergschinken” habe ich bereits gesehen. Mit welchen perfiden Mitteln aus Bergen Schinken gemacht wird, will ich mir als Naturliebhaber gar nicht vorstellen.

Wann beenden wir endlich diese Zerstörung einer wunderschönen Landschaft? Leute, wacht auf! So kann es nicht weitergehen!

Sun, 2008-01-13, 18:31

Back Again

by Timm

Gestern: Das hier
Heute: Auspacken
Morgen: Büro, VDS, Wahlkampf

Scheiße.

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