So, auf gehts in die letzte Runde… wird auch Zeit, dass ich den Rest mal aufschreibe, schließlich ist der Urlaub selbst ja schon wieder so lange her, dass es fast nicht mehr wahr ist 😉

Städte-Tour
Unser letzter Ausflug führte uns in Richtung der Inselhauptstadt Santa Cruz. Auf dem Weg dorthin legten wir noch eine Pause an einem Bauernmarkt ein, an dem die örtlichen Bauern ihre Produkte anbieten.

Zu Santa Cruz selbst gibt es allerdings nicht viel zu sagen – die Stadt präsentiert sich großstädtisch, am interessantesten ist das umfangreiche Kulturangebot (Museen, Theater usw.). In Richtung des Hafens und der Küste entstehen zur Zeit einige größere Neubauprojekte von denen ein guter Teil auch schon fertig gestellt ist, die aber ebenso wie die neue Konzerthalle und das große Kongresszentrum noch ein bisschen künstlich und verloren aussehen.

Das Konzerthaus in Santa Cruz

Touristisch interessanter ist da schon die alte Inselhauptstadt La Laguna, die sich ein paar Kilometer landeinwärts befindet, hier hat die Universität der Insel ihren Stammsitz, genau so wie der örtliche Bischof. Leider waren in vielerlei Hinsicht zur falschen Zeit dort – während ein Großteil der Altstadt mit repräsentativen Häusern sowie die Kathedrale momentan noch renoviert werden (dafür waren wir also ein paar Jahre zu früh), erstirbt dort (Spanien-typisch) um 14:00 Uhr das Leben – und die bereits renovierten Sehenswürdigkeiten waren geschlossen.

Kathedrale in La Laguna

Als Entschädigung haben wir auf dem Rückweg noch am “Haus des Weines” gehalten – mit einem nett gemachten Museum zum Weinanbau auf Teneriffa und einer stattlichen Auswahl regionaler Weine. Hier konnten wir auch direkt ein paar Andenken mitnehmen, die sogar den Flug überstanden haben.

Nein, die Katze haben wir da gelassen 😉

Abreise

Da unser Flug erst relativ spät am Abend starten sollte, konnten wir den letzten Tag noch mal nutzen, um dem bisher “unerforschten” Teil der Insel noch einen kurzen Besuch abzustatten. Wobei der südöstliche Küste leider furchtbar unspektakulär ist – mit Ausnahme von 1, 2 Stationen braucht man die Autobahn eigentlich gar nicht zu verlassen.
Zumal das Klima hier schon spürbar anders ist – heiß und trocken, mit fast unangenehmem Wind.

Die einzig wirklich schöne Ortschaft auf dieser Seite ist Candelaria – benannt nach der Schutzheiligen der Inseln ist das der Wallfahrtsort inklusive großer Wallfahrtskirche und Altstadt.

Candelaria

Die oben gezeigten über-lebensgroßen Kollegen befinden sich übrigens direkt am Rand des Kirchplatzes, unmittelbar am Meer und sollen an die kanarischen Ureinwohner erinnern.

Unsere zweite Station an diesem Tag waren die Pyramiden von Guímar – auf einem ein paar ha großen Gelände befinden sich dort einige Naturstein-Pyramiden, in deren Umgebung man einen “ethnografischen Park” inklusive Museum angelegt hat. Wirklich bekannt geworden ist dieser Ort durch den Abenteurer Thor Heyerdal (das ist der, der mit Bastbooten über die Ozeane geschippert ist, um irgendwelche wirren Theorien über steinzeitliche Kontakte zwischen den Kontinenten zu beweisen), der meinte, mit dieser Anlage eine Beziehung zwischen den frühen Kulturen im Nahen und mittleren Osten und denen in Südamerika herstellen zu können. Dieser Theorie und dem sonstigen Lebenswerk des Herren wird dort auch intensiv gehuldigt – was insbesondere dann sehr lustig ist, wenn man nach kurzer Recherche bei Wikipedia schon weiß, dass diese im 19. Jahrhundert, wahrscheinlich aus der Laune eines schrulligen Großgrundbesitzers heraus, entstanden sind.
Umso enttäuschender, da wir uns eigentlich etwas mehr Informationen über die angeblichen Erbauer der “Pyramiden”, die kanarischen Ureinwohner (Guanchen) erhofft hatten. Aber da hätte man wahrscheinlich in ein echtes Museum gehen müssen…

Pyramiden?

Als letzte Station vor dem Flughafen haben wir dann noch mal in einem Ferienort im Süden gehalten, nur um festzustellen, dass wir in dieser Gegend nie Urlaub machen würden – seelenlose Betonburgen inmitten wüstenhafter Landschaft treffen nicht so meinen Geschmack.

Dafür bekamen wir aus dem Flugzeug noch mal einen Spitzen-Abschiedsblick auf die Insel samt Sonnenuntergang.

Und Tschüss...