September 1956:
IBM stellt das erste magnetische Festplattenlaufwerk mit der Bezeichnung „IBM 350“ vor (5 MB, 24 Zoll, 600 ms Zugriffszeit, 1.200 min−1, 500 kg, 10 kW). Die Schreib-/Leseköpfe wurden elektronisch-pneumatisch gesteuert, weshalb die schrankgroße Einheit auch einen Druckluft-Kompressor enthielt. Das Laufwerk wurde nicht verkauft, sondern für ca. 10.000 DM pro Monat an Unternehmen vermietet.

Juli 2010:
Die großen Hersteller bereiten den Start der ersten 3-TB-Festplatten vor.

Tja. Alles wird größer, besser und toller. Insbesondere der Festplattenplatz. Was ja die nicht unbedeutende Frage aufwirft, wie man das Ganze eigentlich organisieren will, zumal auch das Wachstum der Sachen, die auf den Datenträgern landen sollen, ja weiterhin ungebrochen ist. Besonders dumm, wenn man auf die idealerweise zentral abgelegten Daten von allen Geräten im Haushalt (ja, es läppert sich mit der Zeit…) zugreifen will.

Die Folgerichtige Lösung ist ein NAS – Ein ReadyNAS NV+ von Netgear um genau zu sein. Praktisch daran: gibts ohne Platten zu kaufen und bietet Platz für bis zu vier SATA-Laufwerke. Ich kann also meine 4 Platten weiterverwenden.

Insgesamt bin ich mit dem Gerät auch sehr zufrieden. Installation ist Problemlos, an Möglichkeiten der Anbindung wird einem so ziemlich alles mögliche geboten (FTP, NFS, SMB/CIFS, UPnP für den Mediaplayer) und dank Linux-Unterbau sind so nette Sachen wie automatisch “wachsende” RAID-Installationen möglich, d.h. ich könnte später peu a peu meine 250er Platten durch größere “on the fly” ersetzen. Einzig der etwas laute Lüfter stört (noch) – den werde ich wahrscheinlich durch ein leiseres Modell ersetzen.

Das eigentliche Problem ist nur, den ganzen Datenwust auch wieder von A nach B zu bekommen. Das ganze Zeug will ja auch irgendwo “zwischengelagert” werden. Wobei mir schmerzlich bewusst geworden ist, dass zwar die Kapazitäten ungebremst wachsen, die Übertragungsraten aber irgendwie nicht mithalten können. Insbesondere, wenn Netzwerkverbindungen beteiligt sind…

Aber immerhin stimmt das Ergebnis. Meine Partitionen sind aufgeräumt, bei der Gelegenheit hab ich gleich noch Windows 7 installiert und ich muss nicht immer meinen großen PC (wer ihn kennt: der ist wirklich “groß”) hochfahren, wenn ich im Wohnzimmer oder Bad Musik hören will.