Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
Mon, 2010-04-26, 15:37

WiFiView

by Timm

Peter Schaar hat recht. Googles flächendeckende WLAN-Erfassung “weil wir je eh rumfahren” mag vielleicht nicht ausdrücklich illegal sein. Dennoch zeigt das Verhalten von Google – und darüber hinaus auch derjenigen, die das Ganze verteidigen schon eine bedenkliche Geisteshaltung.

Google: Wenn ihr schon in der Gegend rumfahrt und dabei den Standort aller WLAN-Netze aufzeichnet, meint ihr nicht, dass man das vielleicht vorher hätte ankündigen können? Vielleicht mit einer kurzen Erklärung, wieso und weshalb? In solchen Fällen ist Geheimhaltung der grundsätzlich falsche Ansatz. Was habt ihr euch gedacht? Dass es keiner merkt und falls doch, dass es keinen interessiert?
Und jetzt wo es doch rauskommt, einfach zu sagen, dass das “die anderen” das auch schon machen und überhaupt das ja gar nicht verboten ist, schafft auch nicht unbedingt Vertrauen.

Grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, die Signale “meiner” Funknetze anderen zur “Selbst-Ortung” zur Verfügung zu stellen. Solange ich weiß, dass ich es tue und ich mir vor allem sicher sein kann, dass die Informationen wirklich nur dazu genutzt werden.

Momentan weiß ich diese Informationen bei Google nicht in guten Händen. Warum nur?

3 Comments »

  1. Ich muss dir wiedersprechen. Du schickst auf einer Fläche von 125663 m² aktiv deine SSID und BSSID raus; das ist eine öffentliche Information. An den Daten ist nichts personenbezogen; das ist auf eine Stufe zu stellen mit Auzeichnungen zur Luftfeuchtigkeit oder Sonnenstand.

    Dass die Daten erfasst werden ist seit 2008 bekannt (ich bin mir sicher, das in einem der ersten Artikeln, die damals auftauchten, gelesen zu haben); von “heimlich” zu reden ist in meinen Augen falsch.

    Comment by Alphager — Mon, 2010-04-26 @ 16:11

  2. Natürlich sind SSID, MAC-Adresse und andere Eigenschaften meines WLANs keine personenbezogenen Daten. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich jede nicht bestimmungsgemäße Nutzung meiner technischen Infrastruktur gutheißen muss. Insbesondere dann, wenn jemand organisiert durch die Gegend fährt diese Informationen flächendeckend sammelt – und noch dazu hochauflösende Panoramafotos macht.

    Es kann auch durchaus sein, dass irgendjemand in 2008 mal was in Richtung StreetView & WLAN geschrieben hat – von Google gab es die komplette Zeit nichts zu diesem Thema. Da kann ich es schon verstehen, wenn die Datenschützer, mit denen es seit Monaten zu dem Thema Gespräche gibt, sich “ein wenig” verschaukelt fühlen.

    Diese Verschwiegenheit ist genau mein Problem. Ich habe keine Ahnung, welche Daten Google genau erhebt und was die damit treiben. Es sind eben keine Aufzeichnungen zur Luftfeuchtigkeit, sondern Luftproben von jeder Tür, die da gesammelt werden.
    Wie bereits oben gesagt: Das vermittelt nicht die Art von Vertrauen, auf deren Basis ich einem Unternehmen sensible persönliche Daten anvertrauen möchte. Nun lebt Google ja davon, dass die Leute genau das tun – da hätte ich eigentlich etwas mehr von der offenen Kommunikation erwartet, mit der sie sich sonst so brüsten.

    Comment by Timm — Tue, 2010-04-27 @ 21:14

  3. Hm, anscheinend hattest du Recht mit deinem Unwohlsein…

    Comment by Alphager — Sun, 2010-05-16 @ 19:08

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Leave a comment