ksmserverrc
Manchmal mache selbst ich noch überraschende Entdeckungen mit diesen Computer-Dingern. So brachte mich ein seit ein paar Tagen bestehendes Problem in meinem KDE dazu, mal ein bisschen in den (seit einigen Kubuntu- und KDE-Versionen mitgeschleiften) KDE-konfigfiles zu wühlen – und bei der Gelegenheit eine nicht zu verachtende Performancesteigerung…
Aber von Anfang an: seit ein paar Tagen ließen sich teilweise einfach keine Programme mehr starten. Welches Programm war eigentlich egal – sobald ein paar Fenster offen waren, gingen halt einfach keine neuen mehr auf.
In so einem Fall sind logs und Google ja Gold wert – also mal kurz nachgeschaut und rausgefunden, dass der X-Server eine Obergrenze für Clients (= laufende grafische Programme) hat, und diese einfach erreicht war. Irgendwie komisch, bei maximal 2-3 offenen Fenstern…
Ein bisschen googlen brachte mich dann drauf, mal einen Blick in oben genannte Datei (~/.kde/share/config/ksmserverrc) zu werfen. Da merkt sich KDE unter anderem, welche Fenster beim letzten mal beenden offen waren, um diese nach dem nächsten Start automatisch zu starten. Und anscheinend arbeitet dieses Feature nach dem Staubsauger-Prinzip. Die ~500 Leichen hier haben dann auch das Problem locker erklären können. Offensichtlich ist bei irgendeiner meiner KDE-Basteleien da mal kräftig was schief gegangen.
Also beherzt die Datei gelöscht, KDE neu gestartet und siehe da: Ich kann nicht mehr nur wieder nach Herzenslust Programme starten, die gesamte Performance ist auch um gefühlte 1000% besser geworden.
Fazit: Um gewisse regelmäßige Aufräumarbeiten kommt man auch unter Linux nicht herum.

