Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
Tue, 2009-09-29, 20:04

Gängige Praxis

by Timm

Die Vereinsmitglieder eines großen Hanauer Turnvereins, in dem einige lokale CDU-Granden (z.B. unser neuer MdB), bekommen Wahlwerbung, die augenscheinlich mit Adressen aus dem Verein versehen sind. Das ist – grob zusammengefasst – der Inhalt dieser FR-Meldung aus der letzten Woche.

Natürlich will keiner was davon gewusst haben – aber so Mitgliederverzeichnisse sind nunmal einiges wert und normalerweise im Verein einigen Menschen zugänglich. Ich spreche da aus Erfahrung – zumindest der komplette Vorstand sowie Mitglieder, die halt “oft da” und “engagiert” sind, haben da problemlos Zugriff. Von Telefonlisten etc. ganz zu schweigen. Fakt ist: Man kann es nicht nachvollziehen. Und genau aus diesem Grund gehe ich fest davon aus, dass sowas häufiger passiert.
Dass gerade Parteien es mit dem Datenschutz nicht so haben, ist ja bekannt.

Allerdings fühle ich mich an einen ganz ähnlichen Fall im persönlichen Umfeld vor einigen Jahren erinnert. Interessanterweise gings da auch um die CDU. Nur damals ohne Medienecho…

Aber immerhin sagt Herr Dr. Tauber:

Gängige Praxis der CDU sei das jedenfalls nicht.

Dann bin ich ja beruhigt.

Tue, 2009-09-22, 20:13

Jehova!

by Timm

Er hat Jehova gesagt!

Es geht natürlich um das berüchtigte “Junge Freiheit”-Interview von Andreas Popp. Gewisse Parallelen zur berühmten Steinigungsszene können da tatsächlich nicht geleugnet werden.

Nun bin ich ja weder Piratenpartei-Mitglied (höchstens Sympatisant oder so) noch Junge-Freiheit-Leser, hab zu dem Thema also eigentlich nichts zu sagen. Allein: wirklich schockiert war ich von den Reaktionen der “Netz-Community” nicht. Okay, mit der Jungen Freiheit muss man jetzt nicht unbedingt sprechen, wenn die nach nem Interview fragen. Aber wenn man es doch tut bedeutet das genau – was? Eine Nähe zum rechten Rand? Weil man einer Zeitung nen Interview gibt, die von rechtsextremen gelesen zu werden?
Also Leute, wirklich. Das ist schon ein bisschen weit hergeholt.
Aber zum Thema “ist die Piratenpartei rechts” ist schon mehr als genug geschrieben, getrollt und geflamed worden – was zu erwarten war. Ich beteilige mich an dieser Stelle mal nicht an der Diskussion, zumal die momentan ja sowieso hauptsächlich selbstreferentiell ist. Vielmehr ist mir mal wieder aufgefallen, wie die öffentliche Diskussion abgleitet, sobald es um “die Nazis” geht.

Wirklich erschreckend ist dabei immer wieder die ritualisierte Empörungswelle, die über den aktuellen “schuldigen” hinwegrollt. Und da erdreistet sich doch der Seipenbusch auch noch, den politischen Umgang mit dem braunen Rand zu kritisieren. Dieser alte Faschist! (Ironietags hab ich mal weggelassen)

Was mich bei solchen Diskussionen (hat man ja immer mal wieder) so extrem stört ist das fast schon hysterische kreischen der Kommentatoren. Ich hab teilweise den Eindruck, da wird sich wirklich nur aus Prinzip aufgeregt und das abgedroschene geblubber von der ständigen Gefahr durch Rechts runtergeleiert.
Wer die ganze Zeit nur das “mit denen darf man einfach nicht reden und man muss sich immer distanzieren weil mitdenendarfmanjanieniemalswaszutunhaben”-Geschwafel runterbetet und hauptsächlich drauf bedacht ist, sich möglichst weit von “den rechten” zu positionieren, überlässt dem braunen Lumpenpack einfach kampflos das Feld.

Je mehr man sich nur darüber definiert, möglichst weit von “den anderen” weg zu sein, desto weniger hat man “denen” entgegenzusetzen. Heutzutage brüllen die Rechtsextremem nicht mehr plump “Ausländer raus” und zünden Asylbewerberheime an, heute reden sie lieber in Anzug und Krawatte von “Rückführung” und sitzen im Landtag. Und warum? Weil die “wehrhafte Demokratie” jahrelang mit Empörung und Distanzierung beschäftigt war, statt sich mal ernsthaft mit dem Problem auseinander zu setzen. Ums mal mit Seipenbuschs Worten zu sagen: Ein paar feine Stoppschilder haben wir uns da aufgebaut.

“Mit solchen Leuten spricht man nicht”. Dumm nur, dass solche Leute aber trotzdem sprechen. Und je mehr wir uns bemühen, nichts mit “denen” zu tun zu haben, desto mehr Menschen werden ihnen zuhören, und nicht mehr uns.
Nicht jeder NPD-Wähler und JF-Leser ist ein überzeugter Nazi. Und selbst wenn: Auch diese sind Menschen – ihnen stehen die gleichen Rechte und Freiheiten zu wie allen anderen auch.
Um mal die Ärzte zu zitieren: Ja, die Sonne scheint auch für Nazis.

Und diese Leute sind nunmal heute schlau genug, ihre Ansichten so zu verpacken, dass es keine Volksverhetzung ist. Jetzt kann man sich natürlich immer weiter distanzieren und von jedem Themenfeld verabschieden, dass auf diese Weise vom braunen Rand besetzt wird. Und nebenbei auch von den Menschen, die mit Ihren aus political correctness ignorierten Sorgen meinen bei “denen” Gehör zu finden.

Xenophobes und authoritäres Gedankengut existiert nunmal und man kann es nicht durch bloßes ganz-doll-wollen abschaffen. Und statt was von drohender Unterwanderung zu schwafeln und bei jeder Gelegenheit vor der rechten Gefahr zu warnen, sollten wir mal was dagegen tun. Man überzeugt Menschen nicht, indem man gleich die Nazi-Keule schwingt.

Hoppla, hab ich da etwa auch “Jehova” gesagt.

Tue, 2009-09-15, 19:14

Kalendermanagement mit WebCalendar

by Timm

Ich suche ja jetzt schon seit längerer Zeit eine Möglichkeit, möglichst überall Einblick in meine Termine zu haben und die notfalls auch ändern zu können.

Das Problem? PDAs und Konsorten find ich bescheuert, mein Handy ist Termintechnisch nicht so der Brüller (und versteht sowieso nur Outlook) und google – ich wills halt schon gerne selber haben. Kann doch nicht so schwer sein. Ist es auch nicht.

Nachdem ich einige Zeit mit ics und WebDav rumgebastelt hab, bin ich jetzt doch auf das WebTool WebCalendar umgestiegen. Nach ein paar Tagen hat mein Leidensdruck wirklich erheblich abgenommen. Vorteil: Mit dem tool kann man sowohl die Termine über das Webinterface (das gar nicht mal schlecht ist) eingeben als auch das ganze als ics mit $Organizer-Applikation abbonieren, was erstaunlicherweise echt gut funktioniert.
Sogar das Firmen-Outlook abboniert anstandslos den Kalender – wenn auch nur als read-only.

Leider ist die Version in den Ubuntu-repos (9.04) schon ein bisschen angestaubt – so funktioniert da z.B. das Bearbeiten des Kalenders aus anderen Apps heraus gar nicht.
Aber die Installation der aktuellen Version von der Website läuft – da php – auch gewohnt Problemlos.

Einziger Wehmutstropfen (bis jetzt) – ein Datenbank-Backend ist zwingend Voraussetzung. Wer also auf der Suche nach ner guten Internet-Kalenderapplikation ist und sich nicht von google abhängig machen oder eine komplette Groupware-Monstrosität ans Bein binden will, sollte mal einen Blick drauf werden.

Sat, 2009-09-12, 16:41

Wise Guys in Hanau

by Timm

Donnerstag waren Schatz und ich mal wieder auf einem Konzert – und ich muss sagen, diesmal haben sich die Wise Guys tatsächlich gelohnt. Letztes Jahr waren wir ja bei deren Auftritt im “Darmstadtium” in Darmstadt und das war ja… irgendwie… nich so gut.

Schon erstaunlich, was die Richtige Location da ausmachen kann. Das Amphitheater in Hanau (einige von euch kennens ja) ist halt echt Spitze für so Veranstaltungen. Keine Stühle, gute Akustik und zumindest so halbwegs draußen.
Ne, war echt gut. Leider gabs hauptsächlich neue Lieder (von dem noch zu erscheinenden Album…), so dass es mit dem Mitsingen nicht so einfach war. Aber egal, war auf jeden Fall echt gut.

Und nächste Woche gehts gleich wieder da hin. Dann Schandmaul – in größerer Runde.

Thu, 2009-09-03, 17:09

Neues Spielzeug

by Timm

Ich hab mal wieder ein bisschen Geld ausgegeben und mir einen neuen MP3-Player zugelegt. In Anbetracht der Tatsache, dass mein alter vor ~6 Monaten den Geist aufgegeben hat, wars auch mal wieder Zeit.

Echt schwierig, so ein Gerät zu bekommen, dass auch Vorbis und FLAC abspielen kann. Dabei sollte man eigentlich meinen, dass die Dinger dank Video-Funktion und bunten Animationen wirklich genug Rechenleistung dafür haben dürften. Aber: ich habe tatsächlich einen gefunden:

Samsumg YP-Q2

Samsumg YP-Q2

Erste Tests lassen eine gute Klangqualität vermuten. Und man kann das Teil sowohl per Dateisystem als auch per Musikverwaltung betanken.

Interessante Beobachtung im $ELEKTROMARKT, übrigens: Obwohl dieses (und ähnliche Geräte) ziemlich eindeutig erkennbare Bedienfelder unter dem Display haben, drücken immer erst alle auf der Anzeige rum. Ich bin hier übrigens keine Ausnahme. Anscheinend hat das iPhone doch eine gewisse kulturelle Auswirkung…