Todeskrampf
Bei prominenten Menschen ist der Tod eine besonders ambivalente Sache. Einerseits ist es natürlich schon schade, wenn Leute sterben – andererseits haben wir dann auch was zum drüber Reden. Und die Medien natürlich auch.
Mal ganz ohne Witz: Die ganzen Zeitungen, Fernsehsender und Radiostationen haben doch zu jedem mehr oder weniger bekannten Mensch eine komplette Sammlung an Artikeln, Bildern, Videos, Redebeiträgen, Nachrufen usw. schon komplett fertig kompiliert im Archiv liegen, die beim Tod der Person einfach rausgeholt werden.
Anders ist das Medienecho zu Michael Jacksons Tod einfach nicht zu erklären. Allein SpOn hatte ja binnen 30 Minuten gefühlte hundert Artikel und 20 Bilderserien zum Thema auf der Seite. Nicht, dass uns das irgendwas gebracht hätte. “Micheal Jackson ist an Herzstillstand gestorben – genauere Umstände sind noch nicht geklärt” war das einzig neue, das der geneigte Empfänger wirklich erfahren hat. Hintergrund schön und gut – aber man kanns auch übertreiben.
Aber immerhin scheinen unsere etablierten Medien zumindest für den Standardfall “XY Tod” ganz gut vorbereitet und organisiert zu sein.

