Tücken des Alltags
Wer von euch eine Waschmaschine hat: Macht euch mal den Spaß und rechnet kurz durch, wie viele unterschiedliche Einstellungen mit dem Gerät möglich sind. Bei unserer sind es sage und Schreibe 3072.
3072. Einstellungen. Für die Waschmaschin.!
Und von diesen 3072 Einstellmöglichkeiten brauche ich genau – 2. Wenns mal nicht so viel Wäsche ist auch mal eine dritte. Und da sag nochmal einer, Computer wären schwierig zu bedienen.
Aber vielleicht finde ich ja noch mal den dreh raus und die optimale Einstellung für jedes meiner Kleidungsstücke, dann wird zumindest mal ein spürbarer Anteil der möglichen Optionen genutzt
Aber eigentlich wollte ich mich hier ja über etwas ganz anderes Aufregen. Lampen. Und Ihre Befestigung.
Damit wir uns einig sind: Leuchtmittel sind eigentlich die ultimativen Plug-and-Play-Geräte. Die brauchen echt nur Strom. Und es sind ihnen in den meisten Fällen sogar so Sachen wie Frequenz und exakte Spannung wurscht (solange es sich um normale Glühbirnen handelt).
Es könnte wirklich einfach sein. Richtig einfach. Ich bin ja erklärter Schraubsockel-Fan. Eine unglaublich geniale Erfindung – Simpel. Effektiv. DAU-geeignet. Da könnten sich einige ne Scheibe von abschneiden.
Allein: Der Unterbau für die Birnen macht das alles wieder kaputt. Warum? Eine (Decken-)Lampe muss doch nun wirklich nicht viele Anforderungen an die Konstruktion erfüllen:
- Ausreichend langes Kabel zum Anklemmen
- Ausreichend Platz, das Kabel im Gehäuse zu verstecken
- Sinnvolle Möglichkeit, das ganze an der Decke zu befestigen
- Einfacher Zugang zu den Glühbirnen da Verschleißmaterial
Kann doch nicht so schwierig sein, oder? Warum haben Lampen dann ein viel zu kurzes Anschlusskabel, ein zu enges Gehäuse, eine verkrotzte Montagehalterungen (Schrauben schön und gut – es sollte zwischen Gehäuse und Decke aber schon noch Platz für den Schraubendreher sein) und keine sinnvolle Möglichkeit, die Birnen zu wechseln (ohne die komplette Lampe auseinander zu nehmen)?
Manchmal trauere ich wirklich den Baufassungen nach.
Und von den Lampen beim Auto fange ich besser gar nicht erst an. Ist ja im Grunde auch genau so. Nur, dass es noch Enger ist, man nichts sieht und den Batteriekasten ausbauen muss, um die Birne zu wechseln. Und dabei liest es sich im Handbuch immer so einfach.
Aber immerhin: nachher muss ich noch ein optisches Laufwerk austauschen. Das wird mir den Glauben an die Menschheit wiedergeben


Ich habe mir übrigens echt den Spaß gemacht und angefangen durchzurechnen, wie viele Einstellungsmöglichkeiten meine Waschmaschine hat. Und wenn mich meine Mathe-Kenntnisse nicht total im Stich lassen, sind es weitaus mehr als 3072. Auch wenn nicht alle Kombinationen möglich sind, gibt es doch unzählige bei 9 Programmen, 6 Temperaturen, 5 Programmzusätzen und 5 Schleuder-Drehzahlen. (Die Programme beinhalten übrigens nicht die zusätzlichen Programme Stärken, Abpumpen, Schleudern und Schonschleudern.)
Aber irgendwie schaffen sie es trotzdem, dass die Bedienung von Waschmaschinen offensichtlicher und somit einfacher ist als die Programmierung von Videorekordern.
Comment by Kathrin — Wed, 2009-05-06 @ 23:09
Also wenn ichs richtig interpretiere ergeben sich 9×6x5×5 = 1350 mögliche Kombinationen – wobei die natürlich nicht alle sinnvoll oder wirksam sind (“Schwonwäsche/40° als Programm lässt sich z.B. nicht mit 90° als Temperatur kombinieren). Das hab ich bei meiner Berechnung aber auch weggelassen.
Zu Videorekordern habe ich ein ambivalentes Verhältnis – wir hatten sowohl einen sehr komplizierten als auch ein neueres Modell mit OSD, dass sehr einfach zu programmieren war. Hier kommts wohl auch immer auf den Hersteller an.
Comment by Timm — Thu, 2009-05-07 @ 10:31
Meine Rechnung ist wie folgt: Zum Beispiel Kochwäsche (95°C). Da kann ich Vorwäsche nutzen oder nicht, extra kurz oder nicht, Fleckenprogramm oder nicht und sanft waschen oder nicht. Das Ganze kombiniert mit 5 Drehzahlen oder Spülstopp und 26 Möglichkeiten für die Zeitvorwahl.
Allein diese begrenzte Auswahl wären schon 2×2×2×2×6×26=2496 Möglichkeiten.
Sag Du mir, ob die Rechnung stimmt. Deine Schulzeit ist nicht so lange her wie meine.
Comment by Kathrin — Thu, 2009-05-07 @ 17:40