Fri, 2009-04-24, 14:25
by Timm
Krankenhäuser sind ein doofer Ort – zumindest als Patient. Da kann die Behandlung noch so gut sein, irgendwie ist es immer besser, man muss nicht hin.
PS: Örtliche Betäubung bringt bei mir offensichtlich GAR NIX. Merker fürs nächste mal: Bei stark blutenden Wunden spätestens im Behandlungsraum bewusstlos werden.
Mon, 2009-04-13, 22:23
by Timm
Heute wollte ich mal wieder PC-Support verteilen und hab mal wieder gemerkt: Manchmal hilft wirklich nur verzweifeln.
Aufgabenstellung: Beim TomTom-Navi eine (ehrlich gekaufte!) aktuelle Karte aufspielen.
Vorbedingung: Das aufspielen einer aktualisierten Karte auf das Navi geht nur über die “TomTom HOME” getaufte Software (warum man die Datei nicht einfach Serverseitig erstellen, runterladen und ins Dateisystem des Geräts fallen lassen kann, muss man wahrscheinlich nicht verstehen)
Problem: Die beiliegende Software stammt grob geschätzt aus der späten Kreidezeit. Es handelt sich um eine XUL-basierte Monstrosität, die im Grunde genommen das angeschlossene Gerät mit dem TomTom-Webservice verbindet.
Schade, dass die Jungs irgendwann in den letzten 65 Millionen Jahren die Webressourcen umsortiert haben und entweder keine Redirects auf den alten URLs gesetzt haben oder die Software damit nicht umgehen kann. Hierfür gibts schon mal den Continuity-Lifetime-Award.
Die Moral der Geschichte: Updates gibts nur mit der aktuellen Software. Ärgernis No. 1
Also lädt man auf der Seite die neue Software runter – 18MB, geht ja noch. Nur leider leider lässt sich die Installation nicht starten. Also, interpretiere ich mal so. Es passiert nämlich nichts. Gar nichts.
Ein Blick in die Windows-Ereignisanzeige (!) enthüllt dem fachkundigen Beobachter, dass zum starten des Setups irgendwelche Assemblies fehlen. Aha. .net. Hätte man ja auch dazu schreiben können, dass man das braucht – und ne sinnvolle Meldung wär auch was gewesen. Ärgernis No. 2
Also .net auf der betreffenden Mühle installiert (Nein, das kann man nicht als gegeben vorraussetzen, wenn mit dem PC nur Office und eMail gemacht wird!), und zwei reboots später läuft die aktuelle Software tatsächlich. Allein – sie erkennt das Navi nicht. Da auf der TomTom-Supportseite sowas erwähnt ist und es anscheinend auch nen Fix gibt, freut sich der mittlerweile genervte ITler, es endlich hinbekommen zu haben. Als allerdings das auch nix bringt und sich keine offiziellen Infos mehr finden lassen, muss doch wieder der inoffizelle Support ran. In irgendwelchen Message Boards werde ich schließlich fündig: Die Firmware ist zu alt und die neue “TomTom HOME”-Version anscheinend nicht abwärtskompatibel. Einzige Lösung: Alte Software installieren und damit das Update für die Gerätesoftware ziehen.
Aber Moment – mit der alten Software kommen wir ja nicht mehr an die Online-Ressourcen (wie aktuelle Firmware). Klassischer Deadlock also. Zum besseren Verständnis hab ichs noch mal aufgemalt:

Wie ihr seht, bleibt an dieser Stelle nur die Verzweiflung – bzw. der Gang zum vielgelobten Support – angeblich verschicken die die aktuellen Karten und Firmware auch fertig konfektioniert auf SD-Karte. Wollen wirs mal hoffen…
Sat, 2009-04-04, 20:15
by Timm
Der Himmel ist blau und der Rest deines Lebens liegt vor dir
Vielleicht wär es schlau, dich ein letztes Mal umzusehn
Du weißt nicht genau, warum – aber irgendwie packt dich die Neugier
Der Himmel ist blau, und der Rest deines Lebens wird schön
“Es ist vollbracht” – ich betrachte nur kurz das Zitat aus der Johannes-Passion, da wandert mein Blick das Wegekreuz hinauf und erstaunt stelle ich fest, dass wieder eine Jesus-Figur das Kreuz schmückt – vor ein paar Monaten hatte irgendjemand das Original zerschlagen. Irgendwie passt die neue Figur nicht zu dem reichlich alten Eisenkreuz, an dem sie hängt. Aber ich denke mir, dass das in ein paar Monaten wohl nicht mehr so auffallen wird.
Ich setze mich auf die Bank, welche vor dem Kreuz direkt am Wegesrand steht. Noch spenden die beiden Linden, unter denen sie steht, keinen wirklichen Schatten. Aber das ist im Heute genau richtig.
Mir fällt ein, dass ich keine Ahnung habe, wie lange dieses Wegekreuz schon hier stehen mag. Ich schüttle den Gedanken ab und genieße die Ruhe hier auf dem “Geiersberg”, der seinen Namen wahrscheinlich auch aus einer Zeit hat, als es hier noch Große Aasfresser gab. Die sind natürlich heute schon länger verschwunden, aber ein paar Krähen entschließen sich, mir Gesellschaft zu leisten.
Die Vögel lassen sich auf dem Feld gegenüber nieder, und ich beobachte sie einige Zeit, während der sie sich vermutlich um irgendwas totes zanken. Im Hintergrund höre ich ein leises Brummen vom Modellflugplatz und lasse meinen Blick über die Landschaft vor mir wandern. Wieder einmal fällt mir auf, was für einen schönen Blick man von hier aus hat.
Ich bleibe noch einige Minuten lang sitzen und wandere schließlich die paar hundert Meter zurück nach Hause.
Dabei betrachte ich mir nochmal den gerade beginnenden Frühling um mich herum und denke so bei mir: Eigentlich könnte man da oben ja auch mal ein Picknick machen. Und frage mich, warum so viele Leute das als nutzlos oder langweilig bezeichnen würden.
Du hast ein gutes Gefühl, du denkst an all die schönen Zeiten
Es ist fast zu viel, jetzt im Moment neben dir zu stehn
Du hast kein klares Ziel, aber Millionen Möglichkeiten
Ein gutes Gefühl – und du weißt, es wird gut für dich ausgehn