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Fri, 2008-09-26, 19:16

Freiheit statt Angst - Berlin - 11.10. - EOM

by Timm

Naja, nicht ganz. Aber im Gegensatz zu anderen brauche ich keinen Vorwand (;-)), um auf die Demonstration für Datenschutz, Privatsphäre, Bürgerrechte am 11.10.2008 in Berlin hinzuweisen.

EOM. Jetzt echt.

Fri, 2008-09-19, 21:01

Warum große Projekte gegen die Wand fahren

by Timm

The show must go on
The show must go on
I’ll face it with a grin
I’m never giving in
On - with the show -
I’ll top the bill, I’ll overkill
I have to find the will to carry on
On with the -
On with the show -
The show must go on…

Queen - The Show Must go On

Niemand mag es, zu scheitern. Entsprechend sind “gescheiterte Projekte” auch kein wirklich schönes Gesprächsthema - aber die Frage beschäftigt mich schon eine ganze weile: Warum gehen besonders große Projekte, mit Riesenbudget, guten Leuten und großem Erfolgswillen eigentlich fast immer in die Hose?

Okay, vielleicht sollte ich hier erstmal definieren, wann ich ein Projekt als “gescheitert” ansehe: Ein Projekt ist für mich immer dann gescheitert, wenn der Zustand nach Projektende verglichen mit dem Zustand vor Projektbeginn schlechter ist - man halt also entweder mit den Ergebnissen des Projekts alles schlimmer gemacht, statt besser. Oder das Projekt hat länger gedauert und viel mehr gekostet als ursprünglich geplant und dadurch zu einer verschlechterten Situation beigetragen. Oder beides.

Ich denke, dass grundlegende Problem ist, dass große Projekte scheitern, weil scheitern keine Option ist. Klingt erstmal paradox, aber in den meisten Fällen ist es wirklich so, denn wenn sich in einem großen Projekt das scheitern Abzeichnet (Anforderungen ändern sich komplett, Umsetzung erweist sich als extrem schwierig/unmöglich, man kommt durch zu viele gegensätzliche Interessen nicht weiter, etc.), treffen zugleich auch immer drei Dinge zu:

  • Erfolg ist fest eingeplant
  • Es ist schon ein Riesenhaufen Geld ausgegeben worden
  • Scheitern wird bestraft

Nun macht man große Projekte ja nicht, wenn das Ziel leicht zu erreichen ist und Erfolg vorprogrammiert ist - meiner Meinung nach ist die Feststellung, dass etwas nicht erreichbar bzw. nicht auf dem untersuchten Weg erreichbar ist, ein dem Erfolg gleichberechtigtes Ergebnis.
Immerhin führt die Alternative zwangsläufig zum Scheitern (in der oben beschriebenen Bedeutung).
Wäre Misserfolg eine Option, würde das Projekt nicht “scheitern”. Klar - wenn ich mittendrin aufhöre, habe ich ohne konkretes Ergebnis Zeit und Geld ausgegeben. Der - zugegebener maßen schwer fassbare - Erkenntnisgewinn und die bei großen Projekten anfallenden “Nebenprodukte” rechtfertigen aber in den meisten Fällen den Aufwand zumindest zu einem Teil. Entsprechend ist der Einsatz nicht verloren gewesen.

Die ersten Zwei Gründe, die gegen ein “scheitern” sprechen, sind also nur teilweise berechtigt. Diese werden zwar oft vermittelt und von den Beteiligten als gegeben wahrgenommen, eigentlich sind sie aber kein Grund, ein Projekt trotz absehbarem Misserfolg weiterlaufen zu lassen.

Viel schwerwiegender sehe ich den letzten Punkt - da dieser auf menschlicher Ebene stattfindet. So werden Projektteams, die das Rückgrat haben, einzugestehen, dass das ganze nichts bringt, grundsätzlich bestraft - der Misserfolg wird auf Inkompetenz, Unwillen o.ä. zurückgeführt und entsprechend Sanktioniert. Im Gegensatz dazu wird man für das weiterführen bereits gescheiterter Projekte belohnt - mit immer mehr Geld, Zeit und Ressourcen - eben aus den drei o.g. Gründen.

Wenn ein Projekt schon lange vor der Umsetzungsphase komplett aus dem Ruder läuft (und das tun die meisten), ist noch relativ wenig Geld “verloren”, der potentielle Schaden also gering und ein gewisser Gewinn durch die bereits geleistete Arbeit zweifellos vorhanden. Wieso soll ein “erfolglos abgebrochen” also schlechter sein, als für immer mehr Geld immer weiter zu machen und am Ende ein Ergebnis zu haben, welches in keiner Relation zum Aufwand steht oder schlimmstenfalls sogar eine Verschlechterung bedeutet?

Misserfolg und Fehler zu akzeptieren, ist denke ich einer der wichtigsten Aspekte des Erfolgs. Ein Projekt ist eigentlich nur dann wirklich gescheitert, wenn man das nicht akzeptieren kann.

Sun, 2008-09-07, 20:52

Preisfrage

by Timm

Was steht nicht im Grundgesetz von Deutschland?

[ ] Die Würde des Menschen ist unantastbar
[ ] Alle sind vor dem Gesetz gleich
[ ] Jeder darf seine Meinung sagen
[X] Der Genitiv

Zumindest steht er nicht im Einbürgerungstest. Geschrieben von Leuten, die von ihren “Kunden” perfekte Deutschkenntnisse verlangen.