Internet!
Ja okay, das Internet war wohl das erste was hier wirklich funktioniert hat.
Aber jetzt hab ich Rechner hier - und Zeit, ihn zu benutzen
Wollte ich nur kundgetan haben.
Ja okay, das Internet war wohl das erste was hier wirklich funktioniert hat.
Aber jetzt hab ich Rechner hier - und Zeit, ihn zu benutzen
Wollte ich nur kundgetan haben.
Diese Woche “durfte” ich meine erste Präsentation vor wichtigen Leuten halten. Und es halt anscheinend ganz gut geklappt - zumindest das Feedback war durchweg positiv.
Irgendwie scheint das ganze Training an der BA tatsächlich was gebracht zu haben - ich bin offensichtlich in der Lage, eine gut strukturierte, einfach zu verstehende Präsentation zu gestalten, welche die richtigen Informationen für eine gegebene Zielgruppe enthält, nicht zu lang ist und sogar ein bisschen unterhaltsam.
Erschien mir eigentlich nie wirklich schwierig zu sein, kommt aber offensichtlich richtig gut an. Wobei mir aber wohl auch die grottige Präsentation des Vorredners in die Hände gespielt haben könnte
PS: Ja, ich hatte tatsächlich einen Anzug an. Aber ohne Krawatte.
PPS: Doch, die meiste Zeit arbeite ich. So was mach ich eher selten.
Hab ja jetzt schon länger kein Umzugs-Update mehr geschrieben, deshalb hier in der gebotenen Kürze der aktuelle Zustand:
Grundsätzlich könnte man jetzt schon da wohnen - nicht dass wir dazu kämen, da wir die letzten zwei Wochen fast durchgängig bei Schatz Kisten gepackt haben. Irgendwie hat sie viel mehr Sachen als ich…
Aber zumindest ein Großteil der Möbel steht jetzt endlich da (Küchentisch! Stühle! Sessel!), in den nächsten Tagen kommt noch das Sofa und das Bettgestell (Lattenrost und Matratze sind schon länger da). Tja, und dann heiß es auspacken. Einräumen. Verkabeln.
Hatte ich schon erwähnt, dass unsere Neigung zum Perfektionismus sowie der akute Mangel an Druck (wir müssen die “alten” Zimmer ja nicht bis zu nem fixen Datum geräumt haben) das ganze durchaus verzögert?
Aber dafür wirds richtig schön
Nach “nur” 5 Tagen war der “Krieg” zwischen Georgien und Russland um ein paar Kilometer Gebirge wieder vorbei. Die Welt atmet auf und währne die Lage weiter unübersichtlich bleibt, werden Besiegte ausfindig gemacht und versucht, dem ganzen einen Sinn zu unterstellen.
Da darf man sich als Teilzeit-Konfliktforscher natürlich nicht lumpen lassen und ich verbreite hiermit meine ganz eigene Theorie über Sieger und Verlierer. Der wahre Sieger ist meiner Meinung nach nämlich eindeutig Georgien.
Klingt nach der totalen militärischen Niederlage natürlich etwas dämlich, aber wie in Shimon Tzabar’s genialem Antikriegsbuch “Das Prinzip der weißen Fahne: wie man Kriege verliert und warum” beschrieben, führt eine militärische Niederlage in der Regel eher zum Ziel als ein Sieg.
Und wenn man sich die Nachrichten aus der Region von vor dem letzten Freitag so anschaut, gab es für die Georgier im Frieden sowieso nicht viel zu gewinnen: Abchasien und Süd-Ossetien standen relativ kurz vor der Souveränität, Aufmahme in NATO und EU in weiter, WEITER Ferne, das ganze garniert mit innenpolitischen Problemen.
Es beim Status Quo zu belassen hätte dem kleinen Land und insbesondere seiner Führung also keinerlei Vorteile gebracht - wohingehend der Versuch einer “militärischen Lösung” praktisch keine Risiken birgt.
Im Grunde gab für den Einmarsch nur zwei mögliche Ergebnisse:
Fall 2 ist jetzt Erwartungsgemäß eingetreten. Im Vergleich zu letzter Woche hat sich für Georgien eigentlich nichts zum eignen Nachteil entwickelt. Die Russische Armee wird das Kernland wieder verlassen (Moskau wird Georgien nicht erobern - das Risiko einer Konfrontation mit dem Westen ist zu groß - und dabei gäbe es für Russland wirklich nichts zu gewinnen), und der Status der beiden Provinzen bleibt erstmal ungeklärt weiter ungeklärt. Vielleicht tritt die Unabhängigkeit jetzt schneller ein, als sie es sowieso wäre.
Entgegen der ersten Berichte werden sich meiner Meinung nach die Opferzahlen auch in Grenzen halten - ich spreche beiden Parteien einfach mal die Fähigkeit ab, im großen Stil binnen so kurzer Zeit tausende Zivilisten abzuschlachten. Anderslautende Berichte sind meiner Meinung nach Propaganda.
Hinzu kommt noch, dass Georgien vermutlich auf internationale Hilfe beim Wiederaufbau und der Versorgung der Betroffenen hoffen kann - im Gegensatz zu Russland.
A propos Russland: Die haben sich in der ganzen Geschichte ja erstmal lächerlich gemacht. Einen Krieg gegen Georgien gewinnen? Wohl kaum eine Leistung, mit der man sich im Kreml brüsten kann. Stattdessen wird man anstatt der georgischen Aggression wohl eher die unverhältnismäßige russische Antwort in Erinnerung behalten. Und einer nach bestem Muster panisch flüchtenden georgischen Armee fiel Moskau auch nichts anderes ein als plumpe Bestrafer-Rhetorik und gleichzeitig “Wir machen nichts schlimmes, obwohl wir könnten. Echt”.
Na jedenfalls ist das Verhältnis zwischen Russland und Westen jetzt erstmal gründlich abgekühlt. Übrigens auch ein Umstand, der Ländern wie Georgien nur nutzen kann - es steigert ihren strategischen Wert.
In diesem Sinne: Wenn du im Frieden nichts gewinnen kannst, versuchs doch mal mit einem verlorenen Krieg…
Im Sommer Urlaub zu machen hat einen ganz entscheidenden Nachteil: Von den sich auftürmenden Problemen hat sich in der allgemeinen Saure-Gurken-Zeit zwischen Juni und August keines erledigt.
Schon erstaunlich - da ist man 3 Wochen weg (ist im Vergleich eine recht lange Zeit - wenn man sich überlegt, was man normalerweise in drei Wochen so alles weggeschafft bekommt), kommt zurück und alles ist genau so wie vor dem Urlaub. Nichts hat sich geändert. Von der Beauftragung, die ich vorher losgeschickt hatte, ist in der Zeit noch nicht mal eine Empfangsbestätigung gekommen.
Tote Hose. Nix. Keine Bewegung. In keinem Thema. Kein Furz. Null.
Vielleicht bleib ich das nächste mal in der Zeit im Büro - da kann man bestimmt so richtig schön Altlasten aufräumen
Zur Zeit mehr als alles andere auf der Welt.