Sun, 2008-06-29, 17:08
by Timm
Ich habe die Tage einen Hinweis bekommen, dass meine Hauptseite (http://thofmann.info bzw. http://www.thofmann.info) im FF3 unter Windows nicht erreichbar sind, wegen aufeinander verweisenden Redirects.
Ich kanns sowohl mit dem FF als auch allen möglichen anderen Browsern nicht nachvollziehen… Hat von euch noch irgendjemand ein Problem auf eine der genannten Adressen zu kommen?
Thu, 2008-06-26, 18:11
by Timm
… und Béla Réthy ist ein echt mieser Radio-Kommentator. Echt.
Sun, 2008-06-22, 18:02
by Timm
Seit Dienstag gibt es den neuen Firefox zum runterladen – was seitdem sehr exzessiv getan wurde.
Ich kenne den neuen Panda schon als RC im neuen Kubuntu, seit dieser Woche lag dann auch die finale Version im Repository. Und naja – was soll ich sagen? Danke, aber – Nein, Danke.
Von der besseren Benutzbarkeit habe ich ehrlich gesagt noch nicht viel gespürt, was aber durchaus auch am Ubuntu-Theme liegen kann. Der Seitenaufbau erscheint mir nicht wirklich schneller als im “alten” FF und die erweiterten Favoritenfunktionen sind Nett – helfen einem Internet-Junkie wie mir aber auch nicht wirklich (ich kenne die URLs, die ich brauche – alle anderen finde ich per Link oder Google). Außerdem funktioniert der neue Firefox noch schlechter als der alte mit meinen Dunklen Desktop-Theme – Aber das Problem dürften Freunde des weiß-auf-Schwarz-Textes ja kennen.
Ich kann jetzt auch nicht genau einschätzen, wie diese Erweiterungen eine neue Zahl vor dem Punkt rechtfertigen, aber das sei den Jungs bei Mozilla überlassen.
Da mittlerweile auch die meisten Extensions wie gehabt funktionieren, könnte der FF 3 einen weiterhin guten Browser abgeben, wenn nicht die neuen “Sicherheitsfunktionen” mir nicht mehr als einmal mein Surferlebnis gründlich versaut hätten. Ich mag grundsätzlich Software nicht, die mich bevormundet – so muss ich 4 mal klicken, um in den per SSL-gesicherten Bereich meiner Webpräsenz vorzustoßen. Da ich das ganze eigentlich nur allein nutze, ist das Zertifikat natürlich nicht von einer CA signiert – der alte FF warnte mich einmal. Beim neuen muss man schon sehr kreativ sein, um überhaupt drauf zu kommen. Und in einen anderen Bereich (in dem z.B. meine Kalenderdaten liegen) lässt mich der neue Browser komplett nicht mehr – nix zu wollen.
Phishing-Schutz schön und gut, aber man kann es auch übertreiben. Und in diesem Moment hatte ich keine Lust mehr. Konqueror ist auch ein sehr passabler Browser, passt sich nahtlos in mein Color-Theme ein und den “Mangel” an Features könnte man durchaus schon als eigenes Feature begreifen. Vielleicht geb ich auch Opera noch mal ne Chance – man soll ja immer einen Blick zur Seite riskieren
Sat, 2008-06-21, 13:59
by Timm
Es gibt nämlich gleich mehrere Sachen zu feiern:
Meine kleine Schwester ist seit gestern Abend auch in den erlauchten Kreis der Menschen mir Abitur aufgestiegen. Okay, die Zeugnisse gabs schon letzte Woche, aber gestern Abend war der Abiball und damit ist es jetzt ja richtig offiziell.
Jedenfalls hat Janina eine echt beachtliche Leistung abgeliefert (besser als ich – schlaues Kind!) und ich denke man kann schon ein bisschen Stolz auf sie sein.
Außerdem muss ich ihr jetzt nicht mehr bei Mathe helfen. Also gleich doppelt positiv
Zusätzlich dazu gehöre ich ab dem 1.7. zu den Menschen mit unbegrenzter Festanstellung (nicht, dass man sich darauf ausruhen sollte). Als Bonus gibts auch mehr Geld. Und ab dem 1.8. habe ich zusammen mit Schatz zu Leuten mit eigener Wohnung – sprich die Suche war erfolgreich.
Ach ja: Schatz hatte diese Woche auch Geburtstag und feiert in wenigen Minuten. Mit übermäßigem Kuchenkonsum ist zu rechnen
Wed, 2008-06-11, 20:19
by Timm
So lange kann man jetzt in Großbrittanien eingesperrt werden. Von der Polizei. Einfach so. Ohne Anklage etc. 42 Tage.
Ich hatte ja erst gedacht, das sei ein mieser Scherz. Dass nur mit hauchdünner Mehrheit dafür gestimmt wurde, macht es auch nicht besser.
42 Tage. Was alles in 42 Tagen passieren kann…
Der Job ist nach so einer Zeit mit Sicherheit weg. Erklär mal deinem Chef, dass die Polizei dich eingesperrt und nach 6 Wochen ohne Anklage wieder laufen gelassen hat. Familiär dürfte die Situation auch nicht so der Brüller sein. Und 6 Wochen in der Hand der Polizei, die irrtümlich in der U-Bahn jemanden von hinten erschießt.
Es kann mir keiner Sagen, dass so etwas rechtsstaatlich ist. Das ist eine Unterdrückungsmethode der übelsten Sorte. Leute Wochenlang wegsperren – so was darf in einem Rechtsstaat einfach nicht erlaubt sein.
Freiheit ist Sklaverei.
Hoffentlich gucken wir uns das zur Abwechslung mal nicht von den Briten ab. (Man wird ja wohl noch positiv denken dürfen…)
Mon, 2008-06-02, 21:20
by Timm
Warum?
Warum funktionieren wichtige Dinge nur, wenn man Sie selbst in die Hand nimmt?
Warum ziehen sich Dinge, die in 30 Minuten erledigt sind wenn jemand in der Tür steht, monatelang hin?
Warum muss ich die Aufgaben meiner Kollegen an mich reißen, damit sich etwas bewegt?
Wozu denkt man sich Prozesse, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten eigentlich aus, wenn es trotzdem nur dann funktioniert, wenn sich keiner dran hält?
Sun, 2008-06-01, 19:56
by Timm
Nachdem der Überwachungs-Skandal bei der Telekom (von einigen schon liebevoll “Telekom-Gate” genannt) ein paar Tage Zeit zum reifen hatte – wobei ich hier nicht ausschließen möchte, dass noch weitere unschöne Details ans Tageslicht kommen – muss ich doch auch mal meine unvermeidbaren Senf dazu geben:
- Überrascht euch das wirklich?
- Ich habs euch gesagt. Schon immer!
- Nein, es wird damit nicht aufhören. Man wird es immer wieder versuchen
Es kann doch keiner von einer halb-staatlichen, riesigen Firma wie der Telekom erwarten, dass sie sich die Methoden, derer sich der Staat schon seit längerem bedient einfach vorenthalten lässt.
Datenschutz und andere (Grund)rechte sind halt nur dann schön und gut, wenn nicht “höhere” Güter vorgehen. Wieso sollte da ein Vorstandsvorsitzender über seine Mitarbeiter anders denken als ein Innenminister über seine Bürger. Wobei in der Wirtschaft das ganze moralisch sogar weniger verwerflich ist – immerhin zwingt niemand die Leute, bei der Firma mit dem T zu arbeiten. Und außerdem ist der Vorstand eines Unternehmens nicht allein dem Wohl seiner Mitarbeiter und deren Grundrechten verpflichtet. Ganz im Gegensatz zu dem Verhältnis Minister – Bürger übrigens.
Ich will hier das Ausmaß der Vorgänge bei der Telekom nicht relativieren, aber die Taten an anderer Stelle im Verhältnis dazu ins rechte Licht rücken. Die Tatsache, dass sich Schäuble und Zypries jetzt zum obersten Datenschützer aufschwingen wollen, ist einfach nur lachhaft. Kein Wunder, dass mit dieser Heuchel-Aktion keiner dabei sein will.
Denn die Botschaft ist klar: Datenschutz und Grundrechte gilt für alle. Nur nicht für den Staat. Der darf abhören, schnüffeln, bespitzeln und ausforschen, wen und so viel er will. Weil “wir” ja die “guten” sind.
Vor diesem Hintergrund ist der Telekom-Skandal vielleicht gar nicht so schlecht. Hier wird erstmals deutlich, was Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz usw. wirklich bedeuten. Jetzt muss den Menschen nur noch deutlich gemacht werden: Das passiert auch dir. Jeden Tag. Nicht von deinem Arbeitgeber aus (der vermutlich wie die meisten anderen auch die Datenschutzgesetze achtet), sondern vom ach-so-verantwortungsvollen Staat.
Und es wird noch schlimmer werden. Viel schlimmer. Wenn wir nichts dagegen unternehmen.