Ein hoch auf Redundanz!
Das hat man dann davon, wenn man an einem Abend ATI-Treiber und Compiz zum laufen bringen will… Kernel Panic, cryptsetup wandert schreiend ins Datennirvana und nach dem folgenden harten reboot verkündet md die frohe Kunde, dass das Software-RAID nicht mehr in Ordnung ist und nun im Hintergrund wiederhergestellt wird.
Na klar, so einfach ist es nicht. Aufgrund irgendeines dubiosen Bugs in md markiert er das Array als inaktiv und weigert sich standhaft, es wieder einzubinden. Aus irgendeinem Grund hat er die 4te Platte als defekt markiert und aus dem Array genommen, sie gleichzeitig aber noch mal als “spare” – sprich Ersatz zur Verfügung gestellt.
Was da genau schief gelaufen ist, keine Ahnung.
Aber was tut man, wenn eine schockierende Menge Daten wirklich realistisch droht, einfach so zu verschwinden?
Verzweifeln schien mir schon mal ein guter Anfang zu sein.
Glücklicherweise bin ich aber auf diesen Forumsbeitrag gestoßen, indem des Rätsels Lösung tatsächlich sehr einfach beschrieben ist. Angeblich findet sich die Info auch gaaaanz tief in der md-Doku… na egal.
Man muss anscheinden manuell den Status der Arrays auf “aktiv” setzen. Dazu – na klar – schreibt man das mal fluchs in die jedem bekannte Datei /sys/block/md0/md/array_state:
echo "clean" > /sys/block/md0/md/array_state
Wer wär da nicht drauf gekommen? Na jedenfalls setzt sich prompt das Array wieder auf aktiv und die vorher verschwundene Platte lässt sich brav wieder einbinden. Nach roundabout 90 Minuten Recovery sind alle Daten wieder da und der User ist mehr als nur erleichtert.
Redundanz ist echt was feines… Wer weiß, was ohne das Software-RAID passiert wär.
Jedenfalls werd ich jetzt mal meine Backup-Strategien und die Idee mit der Festplattenverschlüsselung gründlich überdenken müssen…


Das hat man davon wenn man Compiz einsetzt
KDE 4 mit nativen Effekten – das ist die Zukunft
Auf meinem Laptop funktioniert übrigens der Ati Treiber und das ganze fühlt sich irgendwie schon besser an als der Nvidia…
Comment by Martin — Wed, 2008-02-27 @ 10:44
Naja, wie ich heute rausgefunden hab, funktioniert der Original-ATI-Treiber nicht mit Compiz. Der bei Ubuntu mitgelieferte unterstützt leider meine GraKa noch nicht.
Was das ganze natürlich erklären würde.
Bleibt noch der Schleppi – der heppt mit den Ubuntu-Treibern.
Comment by Timm — Wed, 2008-02-27 @ 21:14