Zwischenbericht
Ich lebe noch.
Es geht mir gut.
Es macht Spaß.
Sorry, dass es die letzte Zeit hier so still war und die nächste Zeit auch still bleiben wird.
Nächsten Montag gehts auf einen Lehrgang, von wo aus ich auch nicht großartig mit der Außenwelt kommunizieren kann. Und bis dahin gibts auch wichtigere Dinge als das Blog.
Macht euch keine Sorgen, ich komme wieder!
Unsere “Flauschflauschs” sind am frühen Morgen meist etwas… ruhelos. Entsprechend kommen sie auf komische Gedanken. Aber von Anfang an:
Irgendwann am (sehr) frühen Morgen: Navajo öffnet den Katzenfutter und -zubehör-Schrank. Er ist das einzige vierbeinige Wesen in unserer Familie, das hierzu in der Lage ist. Wie immer steckt er lediglich seinen Kopf in den Schrank, schnüffelt kurz und geht seiner Wege.
Ca. 06:30: Elenya hat Hunger. Sie kostet das Futter in der Schüssel und befindet es für Genießbar. Sie begibt sich auf die Suche nach einer Spielzeugmaus.
6:35: Ich stehe auf
6:37: Elenya frisst nur dann aus der Schüssel, wenn sie vorher eine kleine Spielzeugmaus hinein geworfen hat. Warum auch immer. Höchst praktisch, dass der große Kater bereits den Schrank geöffnet hat, wo bewusstes Spielzeug lagert. Sehr praktisch.
6:37:30: Eine frische Spielzeugmaus landet in der Nassfutter-Schüssel und wird genüsslich mit Sülze getränkt, während Elenya ihren Hunger stillt.
6:40: Ich betrete das Bad
6:42: Elenya ist satt und verlässt die Küche, die Maus in den Resten des Futters liegen lassend.
6:45: Nuramon, der “kleine” Kater entdeckt die Maus in der Schüssel als Spielzeug. Da er Wasser sehr liebt, macht er die Maus auch noch mit der Wasserschüssel bekannt und beginnt, sie in der Wohnung umher zu schießen.
6:50: Der kleine verliert das Interesse, stellt aber fest, dass jemand im Bad ist und plaziert die versiffte, klitschnasse und stinkende Maus pflichtschuldig auf dem Teppich vor der Badezimmertür.
6:52: Ich verlasse das Bad und fühle etwas nasses, glitschiges unter meiner nackten Fußsohle.
DAS nenn ich Teamwork! Wenn das im Job doch auch manchmal so klappen würde…
Jetzt auch im Büro. Das Anschlusskabel war kaputt und als Konsequenz daraus der Port in der Telefonanlage gesperrt.
Die Fernmelder haben da 3 Tage für gebraucht, was für Fraport-Verhältnisse schon reichlich lange ist. Ich frage mich bei so was immer, wie lange das bei mir zu Hause mit der Telekom gedauert hätte. Nach allem, was man so hört, vermutlich etwas länger.
Aber egal, jetzt müssen die Admins nur noch meinen Account eingerichtet und ich meine endgültige IT-Ausstattung (ich krieg sogar nen Schleppi ;)) geliefert bekommen, und ich bin offiziell angekommen.
Pünktlich zur anstehenden Entscheidung in Karlsruhe wird das Thema “Bundestrojaner” langsam wieder ausgerollt. Unter anderem von der FAZ.
Köstlich.
Kostprobe?
In Internetforen wird Bundesinnenminister Schäuble (CDU) schon einmal indirekt mit Stasi-Chef Erich Mielke verglichen. Die bekannte Hacker-Vereinigung „Chaos Computer Club“ wettert: „Wenn das BKA-Gesetz in der vorliegenden Fassung verabschiedet wird, entsteht de facto eine Geheimpolizei, wie sie in Deutschland zuletzt in der DDR existierte.“ Computerzeitschriften nehmen das Thema dankbar auf und empfehlen Software zum Schutz des eigenen Rechners („Schäuble-Blocker“). In den Medien wird allen Ernstes spekuliert, das BKA könne sogar Kühlschränke ausspähen wollen – gebe es doch Modelle, die über einen Internetanschluss verfügen, um selbständig Lebensmittel nachzuordern. Aus den Essgewohnheiten, so ein Bericht, ließe sich auch auf die Religion einer Person schließen. Deutschland ist alarmiert.
Der Autor schwadroniert weiter darüber, dass Phishing und Online-Betrug ja viel schlimmer und gefährlicher seien als staatliche Überwachung, weil ja Millionenschäden verursachend und so.
Mal ganz abgesehen von den fragwürdigen Ansichten des Autors (“Doch ausgerechnet der einzige Trojaner, der von einer deutschen Sicherheitsbehörde eingesetzt werden soll, löst eine hitzige Diskussion aus.”) und der naja – seltsamen – interpretation statistischer Angaben: Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Wenn mans mal zu ende denkt:
Warum sich über totale Überwachung Gedanken machen, wo es doch Phishing gibt?
Wieso sich für Freiheit einsetzen, wo doch die Armut in Deutschland steigt?
Was soll der ganze Kram mit dem Denken überhaupt? Woanders sterben Menschen an Hunger!
Ist jetzt vielleicht ein bisschen überspitzt. Na immerhin ist es befriedigend zu wissen, welche dämlichen Argumente die Überwachungsgegner ins Feld führen.
UPDATE: Ich stehe mit meiner Meinung übrigens nicht allein da. Irgendwie scheinen die FAZ-Mannen bei dem Thema generell sehr seltsame Ansichten zu haben. Vielleicht will man die verlorene Frakturschrift durch den Inhalt wettmachen?
Na so was.
Da gabs doch wirklich was interessantes zu berichten. Es gibt jetzt ein monatlich erscheinendes Python-Magazin. Die erste Ausgabe gibts übrigens kostenlos zum Download.
Vom schnell-mal-überfliegen lässt sichs ganz interessant an…
Da ich im Moment nicht so fleißig wie andere Leute bin, sondern eher gegen die Unwägbarkeiten einer verfrickelten IT-Infrastruktur kämpfe (ich kenn mich zwar mit Active Directory nicht so besonders gut aus, aber es kann doch so schwer nicht sein, einen User von einer OU in eine andere umzuhängen, oder?), gibts von mir keine interessanten Berichte, sondern neuen Katzen-Content.
Ist doch auch was
Eigentlich ist die Aktion ja Liebenswert. Und gut gemeint und so. Aber ich kann mich leider nicht beteiligen, ich käme mir doch arg heuchlerisch vor.
Geht anderen übrigens genauso.
Zunächst mal finde ich unverständlich, wieso überall “Free Birma!” oder “Free Burma!” (was ist denn nun richtig?) geschrien wird. Wieso das Land nicht bei seinem offiziellen Namen nennen? Als politisches Statement, weil der “neue Name” von der ach-so-bösen Militärjunta benutzt wird. Nur gut, dass Birma bzw. Burma von der natürlich viel besseren britischen Kolonialherrschaft eingeführt wurde. Aber das nur am Rande.
Aber zurück zur Heuchelei. Ich weiß von der Situation in Myanmar schon lange. Vermutlich viel länger als die meisten anderen Menschen außerhalb der Region. Und ich habe dagegen nicht mit “Streik” protestiert. Genau so wenig wie gegen Guantanamo, Sudan, Irak, Afghanistan, Russland, China, Nordkorea, Iran, Schäuble und den ganzen anderen Dreck. Wieso sollte ich es gerade heute tun, weil gerade diese eine Sache in den Medien hochkocht? Da müsste ich immer meine klappe Halten und Streiken.
Nein, ich würde mich einfach nicht gut dabei fühlen. Schrei(b)en ist immer besser als schweigen.
Nicht falsch verstehen: Die Aktion hat einen gewissen Reiz und ich wünsche mir wirklich, dass es etwas bringt.
… in der neuen Abteilung. Tja, nun ist es so weit. Und ich darf prompt bei einer Konferenz helfen, die von uns ausgerichtet wird. Was sehr schön ist, denn außer früh da sein und unbequeme Hosen tragen muss ich da nicht viel machen.
Das schöne an Konferenzen: Man wird von morgens bis abends durchgefüttert. Was besonders toll ist, wenn das ganze im Sheraton stattfindet.
Mjam.
Kann gerne so weiter gehen.
PS: Sogar die Vorträge sind halbwegs interessant