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Mon, 2007-08-27, 20:35

PC-Reparaturen

by Timm

Die scheinen ja ein lohnendes Geschäft zu sein. Zumindest wenn ich mir anschaue, wie grandios das “Systemhaus” sich bei der “Reparatur” von Schatzis-Opas-PC angestellt haben.

Problem:
Der PC bootet nicht mehr.
Timms Tipp: Wahrscheinlich Netzteil oder Mainboard, aber eher Netzteil.
Diagnose des “IT-Systemhauses”: Mainboard und CPU defekt, Reparatur unwirtschaftlich.

Kostenpunkt: 92€. Zwei-und-neunzig-Euro.
Annahmegbühr: 36€
Erstuntersuchung: 56€

Für roundabout 15 Minuten Arbeit. So einen Stundensatz hätte ich auch gerne… Die eigentlichen Zeit-Kosten wurden noch nicht mal berechnet.

Also hat der nette, ältere Herr das gute Stück wieder mit nach Hause genommen, es noch mal angeschlossen und siehe da: Es funktioniert. Leider lässt seit dem kurzen Ausflug die Performance etwas zu wünschen Übrig.

Also hab ich mir das Teil am Samstag mal angesehen. Was das eigentliche Problem war, kann ich nicht mehr sagen (wahrscheinlich hat das längere Stromlos machen geholfen), jedenfalls läuft die Kiste jetzt wieder.

Die Aufnahme des angerichteten Schadens fällt hingegen vernichtend aus:
Laut Spezifikation sollten 512MB RAM verbaut sein. Von den ursprünglich 2 Modulen fehlt eines. Spurlos.
Die Festplatte und die Laufwerke sind falsch angeschlossen, was die eigentlich recht flotte Seagate auf UDMA-33 ausbremst.
Einige Kabel liegen nicht-verbunden im Gehäuse herum, weshalb u.a. der verbaute Kartenleser nicht mehr funktioniert.

Probleme 2+3 ließen sich recht leicht beheben, Problem 1 ist naturgemäß etwas schwieriger. Da DDR-RAM nicht die Welt kostet, war hier Nachbestellen die beste Wahl.

Allerdings muss ich doch irgendwann mal in Darmstadt-Arheilgen vorbeischauen. Ich kann nämlich Leute nicht leiden, die eine komplette Branche (MEINE!) verunglimpfen.

Mon, 2007-08-27, 20:20

Ich dachte, das sei verboten?

by Timm

Schöne Gesetze haben wir hir. Die sorgen dafür, dass keiner mehr böse Dinge mit den Computern anderer anstellt. Dumm nur, dass die Chinesen sich nicht daran halten.

Na immerhin hat die Bundesregierung Spezialisten, die so etwas rechtzeitig entdecken können und darüber hinaus straffrei ausgehen dürften. Gut auch, dass die Bundeskanzlerin in Baijing mit dem Finger droht und die Chinesen in guter, kommunistischer Tradition vollkommen glaubwürdig Besserung geloben (“Warn wir doch gar nich! – Verbreitet keine Lügen über uns! – Na okay. Wir tuns nie wieder… vielleicht…).

Schade nur für die vielen deutschen Firmen, die schon seit Jahren – von der Regierung unkommentiert – Opfer elektronischer Industriespionage nicht nur aus dem Reich der Mitte werden. Stichwort Echelon. Der Schaden geht jedes Jahr in die Milliarden, und in Berlin interessiert sich keiner dafür. Nein, man beraubt die hiesige IT sogar noch der Mittel, sich halbwegs effektiv selbst zu schützen, indem man sie einfach verbietet.

Nun kann ich mir nicht vorstellen, dass das Ausspionieren der deutschen Wirtschaft im Interesse der Regierung sein kann (bei den Amis kann ichs noch halbwegs verstehen, das sind ja unsere Freunde und so), aber bei den Chinesen nicht. Die sind ja im Moment auch noch Kumpels, bieten sich als Nachfolge-Feindbild für die Terroristen aber geradezu an.

Von daher sollte man beim verabschieden diverser Gesetze vielleicht bedenken: Wer vor dem BKA nichts verbergen kann, kann erst recht vor den Chinesen nichts verbergen. Ganz besonders nicht, wenn er es verboten bekommt.

Tue, 2007-08-21, 20:27

Neue Domain

by Timm

Hoffen wir mal, dass es diesmal von Dauer ist ;)

Thu, 2007-08-16, 18:41

Internals

by Timm

Seit eben läuft das Blog hier auf Wordpress 2.2.

Evtl. Probleme bitte umgehend melden ;)

Thu, 2007-08-16, 15:55

Sammlerobjekte

by Timm

Gibts ja einige. Eines von den skurrileren ist mit einiger Sicherheit die Vodoo 5 6000 von 3dfx. Zur Erinnerung: Das Monstrum mit 4 VSA-100-chips, das aber die Übernahme durch nVidia anno 2000 nicht überlebt hat, sprich nie wirklich auf den Markt gekommen ist.

Irgendein wahnsinniger hat jetzt eine Liste aller bekannten Prototypen zusammengestellt. Davon gibt es nämlich weltweit nur 61, die sich im Besitz von 41 Fans befinden. Interessanter Bonus: Die V5 6000 braucht ein eigenes externes Netzteil zum funktionieren, von dem es allerdings nur 21 Exemplare gibt.

Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es von diesem raren Stück Hardware nur 21 funktionierende Ausgaben überhaupt gibt. Wie viel so was in 50 Jahren wohl wert ist?

PS: Von den 21 funktionierenden 6000ern befinden sich anscheinend 13 in good ol’ Germany. Woooooooo! ;)

Mon, 2007-08-13, 22:14

Schnipp-Schnapp

by Timm

Auweia. Unser jünster Neuzugang (feliner Art) ist heute gewaltsam seiner Manneskraft beraubt worden. Der kleine hat den Eingriff gut überstanden und ist nur noch ein bisschen dösig, ansonsten gehts ihm gut.

Na klar, das muss gemacht werden, damit er nicht in jede Ecke pinkelt und die anderen Katzen in Ruhe lässt. Aber dennoch bleibt bei dem Gedanken irgendwie ein komischer, stechend schmerzender Nachgeschmack… ;-)

Mon, 2007-08-13, 22:09

Schießbefehl

by Timm

Da gräbt also einer ein Dokument aus. In dem stehen böse Sachen drin.

Ein Dokument, von dem jeder seit mindestens 20 Jahren weiß, dass es existiert und was darin steht. Und es wird ein Riesenaufstand darum gemacht. Von wegen Aufklärung, Verantwortliche anklagen etc pp.

Klassisches Sommerloch? Eigentlich ist doch auch ansonsten einiges Los? Mit der um uns herum zusammenbrechenden Weltwirtschaft und so…

Nun wäre Aufklärung der DDR-Verbrechen dringend geboten. Und eine Aufarbeitung der vorerst letzten Diktatur in Deutschland auch. Allerdings wird jede Form der Aufklärung und Aufarbeitung im Keim erstickt. So wie es auch mit dem endlich offiziellen Schießbefehl geschehen wird.
Aufklärung und Verarbeitung kann frühestens in 15-20 Jahren stattfinden, wenn die Schuldigen von damals nicht mehr auf den wichtigen Posten von heute sitzen. War nach ‘45 genau so…

Und in der Zwischenzeit könnte man ja in den neuen Ländern die Aufarbeitung der vorletzten Diktatur in Deutschland nachholen. Scheint ja einigen Nachholbedarf zu geben.

Obwohl sich da natürlich die Frage stellt, ob eine solche kritische Auseinandersetzung mit Fehlern der Vergangenheit nicht vielleicht auch die Politik von heute in einem anderen Licht erscheinen lassen könnte…

Thu, 2007-08-09, 23:00

Verkehrte Welt?

by Timm

Dieser Link hat mich etwas zum Nachdenken gebracht. Zwar habe ich den Beitrag bei der ARD nicht gesehen, aber ich kann mir ziemlich genau vorstellen, in welche Richtung es ging.

Grobe Zusammenfassung: 6 Sozialarbeiter von unterschiedlichen Ämtern kümmern sich um eine 5-köpfige Hartz-IV-Familie. Die sonst nichts hinbekommt. Weil sie alle faul sind. Und auch noch motzen. Was das alles kostet!!!!111einself

Wahrscheinlich ein extrem objektiver Beitrag, der inmitten der Diskussion um eine Arbeitslosengeld-Erhöhung wahrscheinlich sehr gut platziert ist. Aber darum soll es hier nicht gehen.

Was mich bei solcherart Beiträgen ärgert, ist nicht, dass diese Leute als Schmarotzer hingestellt werden. Das ist wahrscheinlich zum Teil auch gar nicht mal so falsch. Ich vermisse ehrlich gesagt die Frage, inwieweit das heutige System (nicht nur bei der Arbeitslosenversicherung, aber hier besonders), welches in Deutschland um sich greift, ein solches Verhalten noch fördert.

Der SpOn-Autor spricht völlig zurecht die “Betreuungs-Industrie” an. Aber den nächsten logischen Schritt macht er nicht. Er gibt allein den ach-so-dämlich-faulen Arbeitslosen die Schuld. Wie so oft heißt das Zauberwort “Eigenverantwortung”. Denn diese ist insbesondere diesen Leuten in den letzten Jahren fast völlig abgenommen worden. Selbst wenn sie wöllten, sie dürfen sich ja nicht um sich selbst kümmern.
Denn in guter deutscher Tradition wird jeder Furz im Leben kontrolliert, reguliert und überwacht. Um Kosten zu sparen.

Wie viel ALG wird dadurch gespart, dass jemand im Arbeitsamt JEDE VERDAMMTE Kontenbewegung überprüft? Und wie viel kostet die Überprüfung im Vergleich?
Wie viel wird dadurch gespart, dass jeder Furz im Leben eines Arbeitslosen beim Arbeitsamt angemeldet, geprüft, geplant und verwaltet werden muss? Und wie viel kostet die Verwaltung im Vergleich?
Wäre es nicht evtl. deutlich billiger, einfach den Satz zu erhöhen und dafür nicht jeden Sch*iß drei mal zu überprüfen? Sprich, den Leuten ein bisschen Verwantwortung für ihr Leben zu lassen?
Kein Wunder, dass die betroffenen unmotiviert, müde und Unzufrieden werden.

Wie gesagt, der Arbeitslosenmarkt ist nur das Paradebeispiel. In fast allen anderen Bereichen ist es genau so. Da werden mit unglaublichem Aufwand und Druck an der einen Stelle ein paar Cent eingespart, um das gleiche Geld (wenn nicht noch mehr) für die zusätzliche Überprüfung und Verwaltung rauszuwerfen.

Wer entscheided so was? Mit welcher Motivation?

Ich verstehe es einfach nicht.

Wed, 2007-08-08, 19:08

Unbezahlbar

by Timm

Einbehaltene Kaution wegen eines verloren gegangenen Schlüssels: 385€
Rechnungsbetrag für den Einbau eines neuen Möbelschlosses in den Schreibtisch: ca. 120€
Eigenes Schloss im Baumarkt kaufen und einbauen: 12€

Genugtuung: unbezahlbar.

Tue, 2007-08-07, 21:02

Nichts mehr hinzuzufügen

by Timm

Blumen

via Kathrin

Tue, 2007-08-07, 20:56

Vertrauen

by Timm

Auf Bundesebene brach die CDU-Innenpolitikerin Beatrix Philipp eine Lanze für heimliche Online-Durchsuchungen. “Ich verstehe nicht, dass die Bürger dem Staat weniger trauen als Aldi, Plus und Metro, denen sie bedenkenlos sämtliche Daten geben”

Sagt die CDU-Bundestagsabgeordnete Beatrix Philip laut heise (Danke an Campino für den Hinweis!).

Nun ist zum Bundestrojaner schon mehr gesagt worden, als eigentlich notwendig ist. Ergo werde ich mich dazu auch nicht weiter auslassen.

Aber die Geisteshaltung, die im obigen Zitat (und nicht nur von Frau Philip. Die Aussagen von Schäuble, Beckstein & Co. gehen in dieselbe Richtung) rauskommt ist schon schwer bedenklich.

Punkt 1) Ich muss Aldi, Lidl und Metro meine Daten nicht geben. Ich bezahle im Geschäft eigentlich immer bar und hinterlasse so – zumindest jetzt – keine Spuren. Kundenkarte brauch ich auch nicht.
Ich glaube nicht, dass mir der Staat diese Wahl lassen wird…

Punkt 2) Aldi, Lidl und Metro benutzen Daten, um mir mit personalisierter Werbung und ausgefeilterer Nerverei auf die Nerven zu gehen. Das kann man, wenn man Marketing-Mensch ist, durchaus auch als Dienstleistung dem Kunden gegebüber sehen. Kann man. Tue ich nicht, kann man aber.
Der Staat wird die erschnüffelten Daten benutzen, um Repressalien gegen mich zu Begründen und meine Freiheit einzuschränken.

Punkt 3) Also ich hab das mal so verstanden, dass es in einem Rechtsstaat Gesetze gibt, damit ich eben diesem Staat nicht blind vertrauen muss. Mal ganz abgesehen davon, dass die Politik die Bürger ja bisher immer die reine Wahrheit erzählt und sich immer an ihre Versprechen gehalten hat…

Mal ganz davon abgesehen, dass Vertrauen auch immer was gegenseitiges ist. Ich vertraue dem Staat nur so weit, wie er mir als Bürger vertraut. In dem Moment, wo der Staat mir nicht vertraut, ich dem Staat aber vertrauen muss, nur weil er die überlegenen Mittel hat, würde ich gemeinhin von Unterdrückung sprechen.