PC-Reparaturen
Die scheinen ja ein lohnendes Geschäft zu sein. Zumindest wenn ich mir anschaue, wie grandios das “Systemhaus” sich bei der “Reparatur” von Schatzis-Opas-PC angestellt haben.
Problem:
Der PC bootet nicht mehr.
Timms Tipp: Wahrscheinlich Netzteil oder Mainboard, aber eher Netzteil.
Diagnose des “IT-Systemhauses”: Mainboard und CPU defekt, Reparatur unwirtschaftlich.
Kostenpunkt: 92€. Zwei-und-neunzig-Euro.
Annahmegbühr: 36€
Erstuntersuchung: 56€
Für roundabout 15 Minuten Arbeit. So einen Stundensatz hätte ich auch gerne… Die eigentlichen Zeit-Kosten wurden noch nicht mal berechnet.
Also hat der nette, ältere Herr das gute Stück wieder mit nach Hause genommen, es noch mal angeschlossen und siehe da: Es funktioniert. Leider lässt seit dem kurzen Ausflug die Performance etwas zu wünschen Übrig.
Also hab ich mir das Teil am Samstag mal angesehen. Was das eigentliche Problem war, kann ich nicht mehr sagen (wahrscheinlich hat das längere Stromlos machen geholfen), jedenfalls läuft die Kiste jetzt wieder.
Die Aufnahme des angerichteten Schadens fällt hingegen vernichtend aus:
Laut Spezifikation sollten 512MB RAM verbaut sein. Von den ursprünglich 2 Modulen fehlt eines. Spurlos.
Die Festplatte und die Laufwerke sind falsch angeschlossen, was die eigentlich recht flotte Seagate auf UDMA-33 ausbremst.
Einige Kabel liegen nicht-verbunden im Gehäuse herum, weshalb u.a. der verbaute Kartenleser nicht mehr funktioniert.
Probleme 2+3 ließen sich recht leicht beheben, Problem 1 ist naturgemäß etwas schwieriger. Da DDR-RAM nicht die Welt kostet, war hier Nachbestellen die beste Wahl.
Allerdings muss ich doch irgendwann mal in Darmstadt-Arheilgen vorbeischauen. Ich kann nämlich Leute nicht leiden, die eine komplette Branche (MEINE!) verunglimpfen.


