…steht mal wieder vor der Tür. Und bevor der Klausurenstress so richtig losgeht und die Weihnachtsrennerei sowieso, wollte ich noch ein paar Gedanken zu “Fest der Liebe” (oder so) loswerden.
Vielleicht liegt es daran, dass ich so langsam erwachsen werde (ahhhh, wie konnte das passieren?!?), oder daran, dass ich vor Weihnachten voll im Prüfungsstress bin, aber irgendwie hab ich das Gefühl, das Fest hätte in den letzten Jahren gewaltig an Bedeutung verloren.
Ich komme gerade von der Feuerwehr-Weihnachtsfeier (die dieses Jahr “Familienfeier” heißt). Das war eigentlich immer DAS Highlight und zumindest für mich der eigentliche Anfang von “Weihnachten”. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als diese Feier am 3. Advent um 06:00 Uhr zu Ende ging. Und was ist dieses Jahr? Ich sitze um halb 2 relativ nüchtern vor meinem PC und schreibe einen verdammten Blog-Eintrag.
Wir hatten noch nicht mal einen Baum!
Und wenns nur das wäre. Weihnachtsmärkte werden nur noch für japanische Touristen veranstaltet. Der Schmuck in den Läden ist noch aus Großvaters Zeiten und wird seit 2 Jahren auch nicht mehr anders angeordnet. Und zu Hause? Schnell den Kids ein paar Geschenke hingeschmissen, vielleicht noch kurz die Verwandtschaft besucht und am besten am 2. Feiertag gleich wieder auf die Arbeit - Feiertagszuschlag abstauben.
Ruhe? Hä?
Besinnung? Ja, wie?
Familie? Nächstes Jahr.
Was ist los? Ist die Luft raus? Haben es die Kaufhausketten geschafft und mit ihrem Kommerz-Holzhammer, alles Weihnachtliche zerstört? Geht Weihnachten inmitten all der anderen Feste einfach unter? Haben es uns die “Atheisten”, “Hassprediger” und “Meckerer” madig gemacht? Ist das Wetter einfach zu schlecht?
Ich weiß es nicht.
Aber ich weiß, dass in zwei Wochen ein neues Jahr anfängt. Und an sich wäre es mal an der Zeit, sich um Weihnachten zu kümmern.
Meiner Meinung nach geht es bei Weihnachten nicht um Bäume, Krippenspiele oder Geschenke. Das sind nur nette Traditionen. Der wirkliche Wert dieses Festes ist es, dass die Menschen einmal zum durchatmen kommen.
Ruhe. Besinnung. Familie.
Kurz: Einfach mal was anderes.
Und die ganzen “nervigen” Vorbereitungen sind an sich genau das Richtige, um sich vom alltagstrott abzulenken.
Wie gesagt: bald beginnt ein neues Jahr. Würden sich alle einmal 2 lächerliche Wochen Zeit nehmen, einmal zur Ruhe zu kommen und über das ein oder andere nachzudenken, ein bisschen Zeit ihrer Familie zu widmen und vielleicht etwas gutes, uneigennütziges zu tun, würde das neue Jahr bestimmt besser als das zu Ende gehende.
Und wenn ihr mich fragt, geht es bei Weihnachten genau darum. Aber leider scheinen das alle vergessen zu haben.
In diesem Sinne: schönen 3. Advent.